SV Wehen Wiesbaden: Erfolgsgeheimnis gelüftet?

Hessen überzeugen mit langem Atem

Manuel Schäffler im Duell mit Marcel Appiah

Dauerbrenner Manuel Schäffler trägt mit seinen Toren zum SVWW-Erfolg bei. ©Imago/Beautiful Sports

In aller Ruhe kann sich der SVWW zunächst das Geschehen seiner Konkurrenten am 24. Spieltag anschauen, bevor das Team von Trainer Rüdiger Rehm am Sonntag die Reserve von Werder Bremen empfängt. Im Fußball-Jahr 2018 ist Wehen bislang noch ungeschlagen, zudem konnten die Teams aus Unterhaching und Karlsruhe auf Distanz gehalten werden.

Vor der Saison wurde die Rehm-Elf nicht zwingend mit dem Thema Aufstieg in Verbindung gebracht, im bisherigen Saisonverlauf bestach die Mannschaft aus dem Taunusstein jedoch mit konstanten Leistungen. Dabei zeigte sich der SVWW in beiden Halbzeiten stabil.

Hellwach bis zum Schluss

Im ersten Spielabschnitt überzeugt Wehen vor allem zwischen der 16. und 45. Minute, in diesem Zeitraum markierte die Offensive um Manuel Schäffler bereits 20 Tore – nur der Spitzenreiter aus Paderborn erzielte einen Treffer mehr. Mit einem Torverhältnis von 24:7 reiht sich die Rehm-Elf in dieser Hinsicht auf dem zweiten Rang ein.

In den zweiten 45 Minuten ist der SVWW jedoch nicht nur seinen Kontrahenten einen Schritt voraus – vor allem in der Schlussviertelstunde. Zwischen der 76. und 90. Minute schraubte Wehen seine Torausbeute bereits um 15 Treffer nach oben und stellt damit den Ligabestwert.

Zudem musste SVWW-Keeper Markus Kolke in der Schlussviertelstunde nur dreimal hinter sich greifen – das ist ebenfalls der Spitzenwert. Konditionell macht der Rehm-Elf, die bis zum Schluss hellwach agiert und die Konzentration hochhalten kann, folglich keiner was vor.