FC Ingolstadt: Bewerbungsschreiben von Stendera

Mittelfeldspieler empfiehlt sich für die Startelf

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Samstag, 07.11.2020 | 09:35
Marc Stendera jubelt gegen Wehen Wiesbaden.

Marc Stendera trug sich gegen den SVWW erstmals in die Ingolstädter Torschützenliste ein. ©imago images/Stefan Bösl

Still und leise hat sich der FC Ingolstadt in den vergangenen Wochen wieder nach oben gearbeitet, durch den 4:1-Sieg über Wehen Wiesbaden am gestrigen Freitag sprangen die „Schanzer“ erstmals seit dem 2. Spieltag wieder an die Tabellenspitze. Auch wenn mit 1860 und Saarbrücken zwei Teams am Wochenende vorbeiziehen könnte, auf der Schanz wollte man die Momentaufnahme genießen.

„Was wir die letzten Wochen ein bisschen vergessen haben, war Fußball spielen“, freute sich Stefan Kutschke bei Magenta Sport nicht nur über vier Tore und drei Punkte, sondern auch das Auftreten seiner Mannschaft: „Das wir das können, haben wir heute über weite Strecken eindrucksvoll bewiesen, und nicht dass es nur hieß: Langer Ball auf Kutschke und dann gib ihm.“

Startelf-Kandidat auch gegen Mannheim

Dass beim FCI wieder etwas mehr Spielkultur herrschte, lag auch an der Startelf von Trainer Tomas Oral, in die erneut Marc Stendera rückte. Der Ex-Frankfurter und -Hannoveraner tat dem Spiel der „Schanzer“ merklich gut und bewies einmal mehr, dass er im fitten Zustand einen Unterschiedsspieler in Liga drei darstellen kann.

Von einer der beiden Achterpositionen aus lenkte der 24-Jährige das Spiel und trug sich auch erstmals in die Torschützenliste ein. Sein platzierter Distanzschuss zum 3:1, von SVWW-Verteidiger Florian Carstens noch leicht abgefälscht und damit für Tim Boss schlussendlich unhaltbar, nach rund einer halben Stunde Spielzeit stellte zudem eine erste Vorentscheidung dar.

In dieser Form dürfte Stendera auch bei der kommenden Aufgabe gegen Waldhof Mannheim ein heißer Kandidat für die Startelf sein. Gegen die Waldhöfer, deren Partie gegen Meppen abgesagt wurde, wird sich Ingolstadt darauf einstellen müssen, auch defensiv wieder mehr gefordert zu sein. Dies bringt im Umkehrschluss aber auch einige Umschaltmomente mit sich, für die ein Stratege wie Stendera mit seinen Qualitäten im Passspiel gefragt sein wird, damit sein Kapitän sich nicht anschließend wieder mit dem Vorwurf konfrontiert sind, nur als Zielspieler für lange Bälle herhalten zu müssen.