FC Ingolstadt: Teamcheck 2019/20

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Maximilian Wolfram (m.) im Test gegen Garching.

Kam aus Jena nach Ingolstadt: Maximilian Wolfram (m.). ©imago images/Stefan Bösl

Anspruch und Realität lagen beim FC Ingolstadt zuletzt weit auseinander. Mit einem der am stärksten besetzten Kader fanden sich die „Schanzer“ schon früh im Abstiegskampf wieder, auch ein Aufbäumen am Saisonende inklusive zweiter Chance in der Relegation reichte nicht: Ingolstadt wird die Saison 2019/20 in der 3. Liga bestreiten.

Mit welchem Kader der FCI an den Start geht, welche Stärken und Schwächen er hat und vor allem wo er nach 38 Spieltagen landen kann, verrät unser Teamcheck.

Kader & Transfers

Dass Sonny Kittel und Dario Lezcano nach dem Abstieg nicht zu halten waren, dürfte niemanden überraschen. Mit insgesamt 19 Treffern erzielten sie fast die Hälfte aller FCI-Tore der Vorsaison (43) und sind nur sehr schwer Eins-zu-Eins zu ersetzen.

Bei den Neuzugängen legte Ingolstadt daher Wert auf variable Angreifer. Caniggia Elva (Würzburg), Maximilian Wolfram (Jena) und Maximilian Beister (Uerdingen) können auf beiden Flügeln oder im Zentrum auflaufen, bringen zudem Drittliga-Erfahrung mit und haben ihre Torgefahr dort bereits unter Beweis gestellt.

Auch Agyemang Diawusie, nach einer halbjährigen Leihe von Wehen Wiesbaden zurückkgekehrt, ist ein gefühlter Neuzugang. Eine größere Rolle ist Mittelstürmer Stefan Kutschke zugedacht, der zudem die Kapitänsbinde des abgewanderten Almog Cohen übernimmt.

Während im Tor Routinier Marco Knaller gesetzt zu sein scheint, konnte eine Position weiter vorne Eigengewächs Thomas Keller die Vorbereitung für Eigenwerbung nutzen. Der 19-Jährige scheint gute Chancen zu haben, gemeinsam mit Björn Paulsen die Innenverteidigung zu bilden. Mit Michael Heinloth drängte sich ein weiterer Neuzugang rechts in der Viererkette auf.

Die aktuelle Form

Gegen 1860 Rosenheim (5:0) und St. Pölten (3:1) gab sich Ingolstadt keine Blöße, auch die beiden Tests gegen Eichstätt (4:3) und Garching (3:0) konnten erfolgreich gestaltet werden. Einen Dämpfer gab es zwar beim 0:3 gegen St. Pauli, trotzdem konnte Trainer Jeff Saibene mit dem Auftreten seiner Mannschaft gegen den letztjährigen Liga-Konkurrenten zufrieden sein.

Das war er beim 1:1 gegen Lugano nur bedingt. Zeigte Ingolstadt hier im ersten Durchgang eine uninspirierte Leistung, besserte es sich nach dem Seitenwechsel inklusive eines kompletten Wechsels der Feldspieler.

Jeff Saibene während des Testspiels gegen Rosenheim.

Übernahm Ingolstadt nach dem Abstieg in die 3. Liga: Jeff Saibene. ©imago images/Stefan Bösl

Stärken & Schwächen

Bereits das zweite Jahr in Folge scheiterte Ingolstadt daran, das im Kader vorhandene Potential auch auf den Rasen zu bringen. Die häufigen Trainerwechsel – fünf Übungsleiter waren es allein letzte Saison – waren da natürlich keine Hilfe.

Zwar mögen die Abgänge von Kittel und im Lezcano im ersten Moment wie eine eklatante Schwächung wirken, können sich aber auch als große Chance herausstellen. So stellte sich der FCI breiter auf und verteilt die Last des Toreschießens damit auf mehrere Schultern. Durch die Neuzugänge herrscht nun ein größerer Konkurrenzkampf um die Startplätze.

Der Trainer

Jeff Saibene übernahm Arminia Bielefeld im März 2017 in prekärer Situation und führte den Klub doch noch zum Klassenerhalt. Den hervorragenden vierten Platz im Folgejahr konnte Bielefeld unter dem Luxemburger 2018/19 jedoch nicht bestätigen, Mitte Dezember trennten sich die Wege wieder.

Der 50-Jährige gilt als akribischer Arbeiter, der sich und seine Mannschaft auf jeden Gegner detailliert vorbereitet. Saibene legt großen Wert darauf, dass seine offensive Spielidee umgesetzt wird und hat dafür in Ingolstadt das Personal, um diese Idee auch in Liga drei umzusetzen.

Fazit & Prognose

Dass ein prominent besetzter Kader nicht automatisch zu einer erfolgreichen Saison führt, bekam Ingolstadt zuletzt schmerzhaft zu spüren. Auf die Abgänge von wichtigen Eckpfeilern reagierte FCI mit sinnvollen Zugängen, die zur Spielphilosophie des neuen Trainers passen.

Gelingt es den „Schanzern“, diese Philosophie auch auf dem Platz umzusetzen und Konstanz in ihre Auftritte zu bringen, sind sie ein heißer Kandidat für einen der beiden vorderen Plätze und damit den Aufstieg.

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