FC Ingolstadt: Wolfram auf der Achterbahn

Sein Ex-Trainer Mark Zimmermann gewährt Einblicke

Maximilian Wolfram (r.) gegen Uerdingens Alexander Bittroff.

©imago images/MaBoSport

Höhen und Tiefen prägen den bisherigen Saisonverlauf des FC Ingolstadt. Ungeschlagen an den ersten sechs Spieltagen, ohne Punktgewinn an den folgenden drei und nun wieder seit zwei Partien ohne Niederlage. In Schlagdistanz zu den anvisierten Plätzen zurück in die 2. Liga befinden sich die Schanzer trotzdem.

Höhen und Tiefen erlebte auch Maximilian Wolfram, der nur drei Tage nach dem Abstieg in der Relegation als erster Neuzugang vorgestellt wurde. An vier der ersten fünf Spieltage noch in der Startelf, kamen seitdem nur zwei Einwechslungen hinzu. „Erstmal muss er diese Situation annehmen, nur er kann das ändern. Er muss dranbleiben, sich aber nicht daran gewöhnen“, rät Mark Zimmermann, der Wolfram einst bei Carl Zeiss Jena zum Drittliga-Spieler formte.

Seine Lieblingsposition gibt es in Ingolstadt nicht

In der U19 und bei den Profis arbeiteten die Beiden zusammen, stiegen mit dem FCC 2017 aus der Regional- in die 3. Liga auf. 140 Pflichtspiele absolvierte Wolfram unter Zimmermann, der daher ganz genau weiß, wo die Lieblingsposition des heute 22-Jährigen liegt – in der zentralen Offensive, sprich: „Auf der 8, der 10, oder als hängende Spitze.“

In Ingolstadt, das zeigten die ersten elf Spieltage, ist keine dieser Positionen vorhanden. Trainer Jeff Saibene lässt die Schanzer ein 4-4-2 mit Doppelsechs spielen, in dem die beiden klassischen Mittel- von zwei Flügelstürmern unterstützt werden. Auf einer dieser beiden Positionen auf dem Flügel kam bislang auch Wolfram zu seinen fünf Einsätzen, wurde zudem schon seit der Jugend und später bei den Profis in Jena auf den Außenbahnen eingesetzt.

Erstes Tor als Brustlöser?

„Er ist schwer ausrechenbar, körperlich robust, er hat sehr gute technische Fähigkeiten, eine gute Ballbehandlung, mit links und rechts einen guten Abschluss. Außerdem ist er vielseitig“, begründet Zimmermann, warum Wolfram nicht auf das Zentrum als Aktionsfeld festgelegt ist und somit das System von Saibene in Ingolstadt kein Hindernis auf dem Weg zum Stammspieler darstellen muss.

Sein erster Treffer für Ingolstadt, beim 5:1-Erfolg über Großaspach vor rund einer Woche steuerte er das vierte Tor bei, sollte ihm dabei ebenso Rückenwind verleihen wie die jüngere Vergangenheit. Mit Jena schaffte er im Vorjahr den zwischenzeitlich für nicht mehr möglich gehaltenen Klassenerhalt und nahm dabei eine gewichtige Rolle ein.

„Er gehörte immer zu den absoluten Stammspielern und was noch wichtiger ist, er gehörte zu den Spielern, die relativ konstant gute Leistungen gezeigt haben“, erinnert sich Zimmermann. „Das ist ja auch ein eigener Erfolg, sich durchzusetzen und daran zu glauben, dass man es schafft. In Jena wird heute noch vom ‚Wunder‘ gesprochen, das kann er auch für sich selbst nutzen“, ist der jetzige Trainer der U23 des 1. FC Köln überzeugt, dass es für Wolfram in Ingolstadt wieder aufwärts geht.

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