FCK: Schad nutzt seine Chance

Youngster verdrängte den Kapitän

FCK-Kapitän Florian Dick hat seinen Stammplatz an Dominik Schad (l.) verloren.

Hat sich den Stammplatz auf der Position des Rechtsverteidigers erkämpft: Dominik Schad (l.). ©Imago/Osnapix

Nach vier Jahren kehrte Florian Dick im Sommer aus Bielefeld nach Kaiserslautern zurück. Der 33-Jährige sollte mit seiner Erfahrung die junge Mannschaft anführen und stellt damit einen elementaren Baustein der Mission Wiederaufstieg dar. Zuletzt konnte der Verteidiger diese Rolle aber nicht mehr auf dem Platz ausüben, ganz rechts in der Viererkette hat ihm der zwölf Jahre jüngere Dominik Schad aktuell den Rang abgelaufen.

Tempo & Unbekümmertheit

„Flo ist mit Herz und Seele dabei. Er ist ein ganz wichtiger Bestandteil der Mannschaft, in der Kabine und auf dem Trainingsplatz. Er spielt auch jetzt eine super Rolle, und ich weiß, wenn ich ihn reinbringe, kann ich mich zu 100 Prozent auf ihn verlassen“, gibt Michael Frontzeck seinem Kapitän im Kicker (Ausgabe vom 25.10.2018) trotzdem Rückendeckung.

Das Duell der Absteiger gegen Braunschweig Ende September verpasste er verletzungsbedingt und Schad nutzte diese Chance. Beim 4:1-Sieg über die Eintracht ließ er hinten wenig anbrennen und schaltete sich deutlich häufiger in die Offensive ein, als Dick es zuvor tat. Mit Tempo und Unbekümmertheit überzeugte er Frontzeck von sich und verdrängte in den folgenden drei Ligaspielen Dick auf die Bank.

Er macht das wirklich gut. (Michael Frontzeck über Dominik Schad)

„Sicherlich ist er noch recht jung und kann noch viel dazulernen. Aber er hat in schwierigen Situationen gezeigt, dass er seinen Mann stehen kann. Er macht das wirklich sehr gut“, lobte Frontzeck den 21-Jährigen.

Auf den Trainer kommt nun die Aufgabe zu, diesen Umbruch auf der Rechtsverteidigerposition zu moderieren und Dick trotz seines Platzes auf der Bank das Gefühl zu vermitteln, wichtig für die Mannschaft zu sein. Allzu schwer dürfte das jedoch nicht werden: Gegen Braunschweig agierte er quasi als inoffizieller Co-Trainer, wie Der Betze brennt berichtete.

Dick akzeptiert seine neue Rolle

Statt auf der Bank zu sitzen, stand er die meiste Zeit, feuerte seine Mitspieler an und gab immer wieder Kommandos. Bei der Mannschaft kam diese Selbstlosigkeit gut an, was sein Standing nur noch weiter verbesserte.

Dass Dick auch sportlich noch eine Rolle spielt, konnte er im Landespokal am Mittwoch beweisen. Beim 3:1-Sieg über Pirmasens stand er in der Startelf und machte seine Sache bis zur Auswechslung 20 Minuten vor Abpfiff gut. Dass er für Schad ausgewechselt wurde, untermauert jedoch, dass der Umbruch hinten rechts in vollem Gang ist.

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