FCK: Warten auf einen Spielmacher

Pfälzer offensiv weiterhin zu harmlos

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 03.11.2020 | 08:39
Marlon Ritter gegen Björn Rother.

Marlon Ritter (l.) konnte dem Spiel des FCK noch nicht seinen Stempel aufdrücken. ©imago images/Eibner

Mühsam ernährt sich bekanntlich das Eichhörnchen, mit dem fünften Unentschieden aus den letzten sechs Spielen bekommt der FCK diesen Spruch gerade am eigenen Leib zu spüren. Auch beim 0:0 gegen Hansa Rostock am Montag wollte es nicht mit dem ersten Saisonsieg klappen, auch wenn sich die „Roten Teufel“ gegen den Tabellenführer durchaus achtbar aus der Affäre zogen.

Das Team von Trainer Jeff Saibene war zwar über weite Strecken die aktivere Mannschaft, wirklich zwingende Chancen konnten sich die Pfälzer aber nicht erspielen. Bezeichnend, dass die gefährlichste Szene eine verunglückte Flanke von Kenny Prince Redondo darstellte, die an den Pfosten klatschte. Bezeichnend auch für die aktuelle, sportliche Situation des FCK, dass der Ball anschließend ins Feld statt ins Tor fiel.

Warten auf Sessa

Dabei stolperte der Tabellenvorletzte im Angriff über das Problem, das ihn bereits seit Saisonbeginn begleitet: Das Herausspielen von guten Tormöglichkeiten will einfach nicht gelingen. Impulse aus dem Mittelfeld-Zentrum sind rar gesät, Marvin Pourié im Sturmzentrum mangelt es über weite Strecken an Zuspielen.

Für solche Momente verpflichtete der FCK im Sommer eigentlich Nicolas Sessa. Der Neuzugang aus Aue fällt in die Kategorie Spielmacher, sollte dem Angriffsspiel der „Roten Teufel“ Struktur verleihen und die zweifelsohne vorhandene individuelle Klasse auf den Flügeln sowie im Sturmzentrum in Szene setzen. Bislang stand der 24-Jährige aber noch keine Minute in einem Pflichtspiel auf dem Platz.

Ciftci & Ritter auch gegen Zwickau gefragt

Anfang August zog sich Sessa im Training eine Überdehnung des Bandapparats zu, der Klub ging damals von einer Ausfallzeit von mehreren Wochen aus. Aus Wochen wurden Monaten, Mitte Oktober konnte der Linksfuß immerhin wieder auf dem Platz trainieren, beim FCK hofft man, dass Sessa bereits im November auch eine Alternative für den Spieltagskader wird.

Bis dahin und – sollte nicht ein medizinisches Wunder eintreten – aller Voraussicht nach auch am kommenden Samstag in Zwickau, wird es das derzeit gesunde Personal richten müssen. Hikmet Ciftci und Marlon Ritter dürften dann erneut im Zentrum für den offensiven Part verantwortlich sein.