Fortuna Köln: Frust über Pleitenserie und Kyere

Mentale Probleme und Disziplinlosigkeiten

Sieht mentale Probleme: Kölns Trainer Uwe Koschinat

Beklagt mangelnde Disziplin: Fortuna-Coach Uwe Koschinat © imago

Für Fortuna Köln ist im Saisonendspurt nur noch Schadensbegrenzung angesagt. Durch die neuerliche Pleite gegen Preußen Münster (2:4) ist abgesehen von den bereits zuvor geplatzten Träumen vom Relegationsplatz nunmehr auch die erhoffte Direktqualifikation für den nächsten DFB-Pokal für die Rheinländer über die Liga praktisch nicht mehr zu realisieren. Im Misserfolg kommt inzwischen auch zunehmend Unruhe auf.

Es ist sehr kopflastig momentan. (Fortuna-Coach Uwe Koschinat)

Trainer Uwe Koschinat führte die Fortsetzung der Niederlagenserie auf den mentalen Spannungsabfall seiner Spieler in den vergangenen Wochen und Frust über die verfehlten Ziele zurück. „Man merkt, dass sich die Spieler nach wie vor sehr stark mit der Phase beschäftigen, in der wir oben in der Tabelle haben abreißen lassen“, sagte der Coach im Kölner Stadt-Anzeiger und fügte hinzu: „Es ist sehr kopflastig momentan.“

Mittelrhein-Cup letzte Chance auf DFB-Pokal-Teilnahme

Köln hat durch nunmehr fünf Niederlagen nacheinander binnen eines Monats seine Chancen auf die Rückkehr in die zweite Liga teilweise kläglich verspielt. Sogar der Rückstand auf den vierten und letzten DFB-Pokal-Platz beträgt vor den letzten vier Saisonspielen schon neun Punkte und dürfte praktisch nicht mehr aufzuholen sein. Um im finanziell lukrativen Cup-Wettbewerb noch dabei sein zu können, bleibt der Fortuna als einzige Möglichkeit noch der Gewinn des Mittelrhein-Pokals, in dem Koschinats Mannschaft immerhin schon im Halbfinale steht.

Offenbar aus Enttäuschung lassen mittlerweile Spieler punktuell auch die Zügel schleifen. Gegen Münster jedenfalls verzichtete Koschinat aus disziplinarischen Gründen auf Abwehrspieler Bernard Kyere.

Zu den Hintergründen für die Sanktion gegen den 22 Jahre alten Ghanaer hielt sich Koschinat nur bedingt zurück. Wenn er etwas dazu sagen würde, erklärte der 46-Jährige nach Spielende, „würde ich auf den Tisch kotzen“. Es hätte einen „Verstoß gegen die Vorgaben des Trainers“ gegeben, und ohne eine Strafmaßnahme wären „Undiszipliniertheiten Tür und Tor geöffnet“ worden.

Allerdings soll Kyere nach seiner Suspendierung eine neue Chance bekommen. Der Verteidiger könne sich im Training schon für das nächste Punktspiel bei Aufstiegsanwärter 1. FC Magdeburg (Samstag) wieder anbieten, denn Koschinat ist weiterhin von dem Afrikaner überzeugt: „Es gibt in seiner Saison nach wie vor mehr Licht als Schatten.“

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