Fortuna Köln: Koschinat befürchtet Aufstiegs-K.o.

Kritik nach Heimpleite gegen Großaspach

Dämpfer für Aufstiegshoffnungen: Kölns Trainer Uwe Koschinat

Skepsis im Aufstiegskampf: Fortuna-Coach Uwe Koschinat © imago/eibner

In der Südstadt herrscht nach dem jähen Ende von Fortuna Kölns Siegesserie schwere Katerstimmung. Trotz rechnerisch weiterhin vorhandener Chancen hält Trainer Uwe Koschinat ein vorzeitiges Aus im Kampf um den Zweitliga-Aufstieg durch die 1:3-Heimpleite gegen die zuvor gleich neunmal sieglose SG Sonnenhof Großaspach nicht mehr für ausgeschlossen.

Mit drastischen Worten machte Koschinat denn auch seinem Frust über die Punktverluste nach dem wochenlangen Lauf seiner Elf ungehemmt Luft. „Wir reißen uns das Ergebnis mit dem Arsch wieder ein„, zitierte der Kölner Stadt-Anzeiger den 46-Jährigen.

Dieser Fehler könnte schon ein entscheidender Rückschlag gewesen sein. (Fortuna Kölns Trainer Uwe Koschinat)

Der Unmut des Fortuna-Coaches ist aufgrund weiterer Punktgewinne der Konkurrenz verständlich. Aufgrund der Leistungsdichte in der Liga „könnte dieser Fehler schon ein entscheidender Rückschlag im Rennen um Platz drei gewesen sein“, lautete Koschinats ernüchterndes Fazit.

Im Relegationsrennen vorerst ins Hintertreffen geraten

Tatsächlich ist Köln im Ringen zumindest um die Teilnahme an der Aufstiegsrelegation vorerst ins Hintertreffen geraten. Nachdem sich die Rheinländer zuvor durch fünf Siege nacheinander an den Tabellendritten Karlsruher SV herangeschoben hatten, beträgt Fortunas Rückstand auf die seit Wochen konstant punktenden Badener acht Runden vor Saisonschluss nunmehr vier Zähler. Der SV Wehen Wiesbaden liegt momentan drei Zähler vor Köln auf Platz vier, hat allerdings noch ein Nachholspiel in der Hinterhand.

Auch die Spieler, denen Koschinat schon auf der Pressekonferenz nach dem Schlusspfiff zum Teil „enorme persönliche Fehlleistungen“ und „scheiß Entscheidungen“ entgegen seiner Vorgaben bescheinigt hatte, reagierten niedergeschlagen auf den unerwarteten Dämpfer für die zuletzt aufgekommene Euphorie. „Das hatten wir uns nach den vergangenen Wochen anders vorgestellt“, gab Christoph Menz zu und fügte mit Blick auf die Tabellensituation hinzu: „Wir sind alle enttäuscht.“

Eine gute Gelegenheit zur Wiedergutmachung und zur Wahrung der womöglich schon letzten Relegationschancen bietet sich den Kölnern allerdings bereits in der nächsten Runde beim Schlusslicht und designierten Absteiger Rot-Weiß Erfurt (Samstag). Er sei sicher, meinte Koschinat jedenfalls, „dass wir eine neue Serie starten können“.

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