FSV Zwickau befürchtet Insolvenz

Falls Saison mit Geisterspielen beendet wird

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 06.04.2020 | 08:30
FSV-Sportchef Toni Wachsmuth.

Auf den FSV Zwickau und Geschäftsführer Toni Wachsmuth wartet eine ungewisse Zukunft.

Bereits vor rund eineinhalb Wochen ging der FSV Zwickau in Kurzarbeit. Im Zuge der Bekanntgabe machte der Klub zudem öffentlich, dass im Falle eines Saisonendes mit Geisterspielen eine Liquiditätslücke von rund 800.000 Euro entstehen dürfte.

Im Kicker (Ausgabe vom 06.04.2020) findet Vorstandssprecher Tobias Leege nun deutliche Worte: „Geisterspiele sind für uns keine Option. Tritt dieser Fall ein, ist der Gang zum Insolvenzgericht unumgänglich.“

Zwickau weiterhin für Saisonabbruch

Sollte der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden, endet logischerweise auch die Kurzarbeit für die Schwäne. So wären wieder die vollen Personalkosten zu tragen, Zuschauereinnahmen würden jedoch nicht zu Buche stehen. Daher plädiert Zwickau auch weiterhin für einen Abbruch der Spielzeit 2019/20.

„Dann entgeht uns zwar knapp eine Million Euro, doch gleichzeitig greift das Kurzarbeitergeld. Außerdem entstehen keine Spieltagskosten und sonstige Fixkosten, wie Stadionmiete, könnten erlassen oder gestundet werden“, erklärt Leege.

Keinen Vorteil will der FSV hingegen aus den gelockerten Lizenzanforderungen ziehen. Diese finden für die kommende Saison ohne eine Liquiditätsüberprüfung statt, auch der sonst übliche Abzug von Punkten für das Eröffnen eines Insolvenzverfahrens entfällt.

„Wenn wir Insolvenz beantragen, dann nicht wegen bestehender Verbindlichkeiten“, stellt Leege klar. „Die Aussetzung von Sanktionen hilft da nicht weiter, denn unser Problem sind fehlende Umsatzerlöse. Jeder Insolvenzverwalter würde mangels Einnahmen eine negative Fortführungsprognose geben, was dem Tod gleichkäme.“

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