FSV Zwickau: Enochs-Ärger nach Pleite

Alarmierende Heimbilanz

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Montag, 21.12.2020 | 09:30
Joe Enochs

Joe Enochs haderte nach dem Spiel gegen Hansa Rostock. ©Imago images/Picture Point

Mit 0:2 ging der FSV Zwickau am gestrigen Sonntag gegen Hansa Rostock vom Platz, damit ist Joe Enochs auch im fünften Spiel als FSV-Coach gegen die Kogge sieglos. Brisant ist die Niederlage aufgrund der aktuellen Lage im Tabellenkeller, wo sich die Schwäne auf Platz 18 wiederfinden.

Zwar drei Nachhol-Partien in der Hinterhand, konnte Zwickau nur vier von 14 Partien gewinnen, lediglich einen „Dreier“ gab es auf heimischem Geläuf – und genau das stößt FSV-Coach Joe Enochs sauer auf. „Wenn wir die Klasse halten wollen, müssen wir über unsere Heimspiele kommen. Vier Punkte aus acht Heimspielen ist viel zu wenig. Das wissen wir alle“, so Enochs auf der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Rostock.

Mechanismen greifen nicht

Schon Anfang November hatte Enochs die Heimbilanz nach der 0:1-Heimniederlage gegen Türkgücü München kritisiert. Damals blieben die Schwäne das erste Mal in der Saison ohne eigenen Treffer. Es war der Beginn eines anhaltenden Trends, wie sich jetzt zeigt.

In den letzten drei Heimpartien gelang den Schwänen ebenfalls kein Tor, wodurch der FSV in der Heimtabelle nicht nur Rang 20 einnimmt, sondern mit nur 0,63 Toren pro Heimspiel in dieser Hinsicht die schwächste Offensive stellt.

Zwickauer Mechanismen wie der lange Schlag, das lauern auf den zweiten Ball oder die Wucht bei Standardsituationen funktionierten gegen Hansa Rostock nicht. Gerade, dass aus letzterem gegen die Kogge kein Kapital geschlagen werden konnte, wurmte Enochs. „Über so eine Standardsituation zurück ins Spiel kommen“, so Enochs, wäre durchaus ein probates Mittel.

Wiedergutmachung gegen Lübeck?

Zeit zu Schütteln haben nun auch die Schwäne, nach der kurzen Winterpause geht es am 10. Januar gegen den VfB Lübeck weiter. Im Schnitt zwei Gegentore pro Auswärtsspiel kassieren die Hansestädter, kein Drittligist ist auf Reisen noch anfälliger.

Für die Schwäne besteht auf dem heimischem Rasen dann die Chance zur Wiedergutmachung. Gefragt sein werden wohl mehr denn je die viel beschworenen Zwickauer Eigenschaften, die spezielle Mentalität, die gegen Rostock zumindest nicht in jeder Phase zu spüren war. Und so klang es nicht nur wie ein Fazit der bisherigen Heimspiele, sondern auch ein Appell an seine Mannschaft, als Enochs gegen Ende der Pressekonferenz nach dem Spiel gegen Rostock intensiv gestikulierend sagte: „Keine Ausreden.“