FSV Zwickau: Enochs lobt Mentalität

Schwäne verschaffen sich Luft im Abstiegskampf

Johannes Brinkies jubelt mit Nico Antonitsch.

Sieg eingetütet: Johannes Brinkies (l.) und Nico Antonitsch gestern nach dem Treffer zum 2:0. ©Imago/Christoph Worsch

Als die Mannschaft des FSV Zwickau den 2:0-Sieg gegen Carl Zeiss Jena noch vor der Kurve hüpfend feierte, sah Joe Enochs vom Seitenrand zufrieden aber geschafft zu. Der Triumph über die Thüringer bedeutete den ersten Dreier für die Schwäne seit vier Spielen, durch den sich der FSV wieder Luft im Abstiegskampf verschaffte.

Grundtugenden stimmen

Grund dafür war eine vor allem in der ersten Halbzeit überzeugende Vorstellung, in der Davy Frick Zwickau nach einer Standardsituation in Führung brachte, welche der FSV diszipliniert in einem 5-3-2 System verteidigte. Das sah auch Enoch so, der mit seiner Mannschaft vor der Partie „ein bisschen mit dem Rücken zur Wand stand“, wie er im Interview mit MagentaSport sagte.

Die Einstellung der Mannschaft, die bereits beim 1:1 gegen den KSC am letzten Dienstag stimmte, machte er dann als Siegfaktor aus. Wenn wir genau diese Grundtugenden an den Tag legen, so wie wir es heute getan haben: keinen Ball verloren gegeben, in jeden Zweikampf reingeschmissen, den Kopf hingehalten gerade bei Standardsituationen – dann haben wir eine Chance gegen jeden Gegner.“

Was ist drin?

Die heißen in den nächsten Partien Kaiserslautern, Lotte und Osnabrück. In der Hinrunde holte Zwickau in diesen Spielen lediglich einen Punkt. Hoffnung, dass in der Rückrunde mehr herausspringt, dürfen sich die Anhänger der Schwäne auch aufgrund der kleinen Umstellungen des Trainers machen.

Denn vor allem die Dreier-Abwehrreihe mit den gestandenen Defensiv-Spezialisten Bryan Gaul, Nico Antonitsch und Toni Wachsmuth funktionierte gut und war für Carl Zeiss nur schwer zu überspielen. Gelang das dem Gast doch, wie Mitte der zweiten Halbzeit, war Keeper Johannes Brinkies zur Stelle.

Ob so auch gegen Lautern etwas Zählbares drin ist, bleibt abzuwarten. Die Roten Teufel kassierten zuhause erst acht Gegentore, gewannen allerdings nur vier ihrer elf Heimspiele. Auch auf dem Betzenberg ist ein Punktgewinn also realistisch, vorausgesetzt, Zwickau verbessert sich auch auswärts: Drei der letzten vier Spiele auf Reisen gingen für den FSV nämlich verloren.

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