FSV Zwickau: Neue Möglichkeiten durch Wolfram

FCI-Leihgabe macht Schwäne variabler

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Donnerstag, 10.09.2020 | 09:15
Maximilian Wolfram (r.) im FCI-Dress gegen Uerdingen.

Maximilian Wolfram will in Zwickau eine größere Rolle einnehmen als zuletzt in Ingolstadt. ©imago images/MaBoSport

Der FSV Zwickau schlug in dieser Woche gleich doppelt auf dem Transfermarkt zu. Der Verpflichtung von Manfred Starke am Montag folgte am Mittwoch die Leihe von Maximilian Wolfram, der sich für ein Jahr aus Ingolstadt kommend den Schwänen anschloss. Bei seinem Jugendklub, den er 2010 in Richtung Jena verließ, will sich der 23-Jährige wieder in den Fokus spielen.

Denn als „Schanzer“ geriet seine Entwicklung ins Stocken – lediglich zehn seiner 20 Einsätze im Vorjahr absolvierte er in der Startelf. In Zwickau hingegen dürfte Trainer Joe Enochs vor allem die Vielseitigkeit Wolframs schätzen, der im Mittelfeld jede Position sowohl im Zentrum als auch auf den Flügeln bekleiden kann. Stellt sich natürlich die Frage: Wohin mit ihm beim FSV?

Zurückgezogener hinter Starke?

Auf dem rechten Flügel scheint Morris Schröter gesetzt, der dort im Vorjahr mit sieben Treffern und zehn Vorlagen starke Eigenwerbung betrieb. Auf links hatte in den bisherigen Testspielen mit Felix Drinkuth ein weiterer Neuzugang die Nase vorne. Bliebe noch das Zentrum, das aber je nach Spielsystem anderen Anforderungen unterliegt.

So ließ Enochs neben einem 4-4-2 mit einer Doppelsechs auch ein 3-5-2 spielen, in dem die beiden Angreifer von einer Mischung aus offensivem Mittelfeldspieler und hängender Spitze unterstützt wurden – eine Rolle, die wie gemacht scheint für den dribbelstarken und beidfüßig versierten Wolfram. Dieser kann aus der Tiefe in Richtung Tor ziehen und selbst den Abschluss suchen oder die beiden Stürmer in Szene setzen.

Unterstützung käme dabei von den Flügeln in Person der bereits genannten Schröter und Drinkuth. Denkbar scheint aber auch, dass Starke diese Position im 3-5-2 einnimmt und Wolfram dafür etwas weiter nach hinten rückt.

Ein klassischer Sechser ist der gebürtige Zwickauer zwar nicht, könnte aber an der Seite eines Abräumers die Rolle als Achter einnehmen, der sich aktiv in den Spielaufbau einschaltet. Eine Aufgabe, die sein langjähriger Trainer in Jena, Mark Zimmermann, gegenüber Liga-Drei.de bereits vor rund einem Jahr ins Gespräch brachte.