FSV Zwickau peilt zweiten Sieg in Folge an

"Wir sind einfach mal dran."

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Freitag, 23.10.2020 | 09:11
FSV Zwickau jubelt gegen Dynamo

Wie gegen Dynamo Dresden will der FSV Zwickau auch gegen Türkgücü München jubeln. ©Imago images/Picture Point

Update (14:15 Uhr):
Die Partie gegen Türkgücü München wird aufgrund dreier positiver Corona-Befunde bei Türkgücü abgesagt. Hier mehr.

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Konstanz herrscht beim FSV Zwickau in mehrerlei Hinsicht und ist perfekt am Beispiel Joe Enochs festzumachen, der seit über zwei Jahren in Westsachsen das Zepter schwingt und damit zu den dienstältesten Trainern in Liga drei zählt. Was auch unter Enochs allerdings in Zwickau meist nicht gelingt: Ein Lauf, aufbauend auf Siegen.

Forsche Vorsätze

In der vergangenen Saison gab es für die Enochs-Elf nur einmal zwei „Dreier“ in Folge, am 36. und 37. Spieltag gegen Eintracht Braunschweig und den Chemnitzer FC. Verschenktes Potential wittern da die manchen, da es Zwickau relativ häufig schafft, in Liga drei Highlights zu setzen. Als Beispiele dienen der 1:0-Heimsieg gegen den damaligen Tabellenführer Duisburg in der vergangenen Saison und natürlich der erst jüngst errungene 2:1-Erfolg in Dresden.

Nun besteht die Aufgabe darin, nachzulegen und dazu sind die Schwäne gewillt. „Wir sind einfach mal dran, zwei Siege hintereinander zu holen“, ist sich Marco Schikora im Vereins-TV des FSV Zwickau der Situation bewusst.

Fokus auf Defensive?

Gute Vorsätze sind aber nur das eine, wenn es gilt, eine positive Serie zu starten. Ein klarer Plan ist vonnöten, um den kommenden Gegner zu schlagen, zumal mit Türkgücü München „eine sehr spielstarke Mannschaft, mit Abstand die offensivstärkste Mannschaft“, wie es Schikora ausdrückt, ins Zwickauer Stadion, wo die Schwäne ihre vergangenen beiden Partien verloren, kommt.

Der FSV Zwickau trat offensiv bisher durchaus ebenfalls gut in Erscheinung. Blasen also beide Mannschaften am heutigen Freitag zum Hallali? Wie Schikora verrät, könnten die Schwäne eine andere Herangehensweise wählen: „Wir sollten uns bewusst sein, dass wir vernünftig verteidigen. Das beginnt schon vorne beim Stürmer.“

An dem Willen, Defensivaufgaben zu übernehmen, mangelt es auch den Offensivkräften in Zwickau bekanntlich nicht, trotzdem sollten sie zur Stelle sein, wenn sich die Gelegenheit zum eigenen Torerfolg bietet. Mit Einschussmöglichkeiten ist jedenfalls zu rechnen: Türkgücü kassierte in jedem seiner drei Auswärtsspiele bisher mindestens zwei Gegentore.