FSV Zwickau: Starker Kader als Trumpf

Qualität in der Breite deutlich gestiegen

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Samstag, 26.09.2020 | 08:55
Joe Enochs vom FSV Zwickau

Joe Enochs hat schon fast Luxusprobleme. ©Imago images/pmk

Joe Enochs war nach dem Auftaktsieg gegen die SpVgg Unterhaching sichtlich erleichtert, sah er seine Elf doch in der Phase nach der Pause oft hinterherlaufen. Das änderte sich auch auf Grund der Einwechslung von Manfred Starke. Spieler dieser Qualität konnte Zwickau in den letzten Jahren selten von der Bank bringen, für den Trainer ein großes Plus.

„Wir haben derzeit sehr viele Optionen. Wenn ich auf die Bank schaue, dann saßen da zuletzt ein Maximilian Wolfram, Mike Könnecke, ,Manni‘ Starke oder Gerrit Wegkamp“, so der US-Amerikaner bei Tag24.

Günstiger Transfermarkt

Dazu kommt seit dieser Woche mit Steffen Nkansah noch ein gestandener Innenverteidiger, der bei Eintracht Braunschweig in den letzten beiden Jahren oft zum Stamm gehörte.

Selbst ein Yannik Möker, der vor seinem Wechsel zum FSV noch mit höherklassigen Angeboten kokettierte, dürfte es schwer haben, in die erste Elf zu kommen, wenn er nach Achillessehnenproblemen wieder fit ist.

Enochs konnte eine ganze Reihe Spieler verpflichten, die in vergangenen Jahren vielleicht nicht nach Westsachsen gekommen wären, wie eben Möker und Nkansah oder auch Felix Drinkuth.

So profitieren die finanziell immer etwas klammen „Schwäne“ letztlich doch ein wenig von der Corona-Krise, denn auch die größeren und höherklassigen Klubs leisten sich keine allzu großen Kader mehr, wodurch mehr Spieler mit höherer Qualität übrig bleiben.