FSV Zwickau: Tekerci auf dem Abstellgleis

Ziegner-Kritik an Einstellung des Neuzugangs

Sinan Tekerci vom FSV Zwickau

Nicht mehr gefragt. Sinan Tekerci spielt beim FSV Zwickau bislang keine Rolle. ©Imago/Picture Point Le

Sinan Tekerci ist beim FSV Zwickau vorläufig auf das Abstellgleis geraten. Trainer Torsten Ziegner übte nach seinem neuerlichen Verzicht auf den Mittelfeldspieler beim 0:0 am vergangenen Wochenende bei Werder Bremen II scharfe Kritik an Einstellung und Verhalten des Deutsch-Türken.

Unter seiner Regie müsse jeder Spieler zeigen, sich voll in den Dienst der Mannschaft zu stellen, um in den Kader für die Punktspiele nominiert zu werden, machte Ziegner in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 13.03.2018) seine Prinzipien klar und schrieb Tekerci ins Stammbuch: „Sinan vermittelt mir aktuell nicht den Eindruck, dass er das wirklich will.“

Vor fünf Monaten letztmals im Einsatz

Tekercis Engagement bei den „Schwänen“ erscheint besonders seit seinem Muskelbündelriss im rechten Oberschenkel vor bald fünf Monaten zunehmend als Missverständnis. Der vor Saisonbeginn vom Ligarivalen Preußen Münster gekommene Ex-Bundesligaspieler (ein Spiel für den 1. FC Nürnberg) kam nach seiner Genesung noch nicht wieder zum Einsatz und wartet damit weiterhin auf sein erstes Ligaspiel seit dem 2:2 am 14. Oktober beim VfR Aalen, bei dem der gebürtige Freudenstädter zum sechsten Mal nacheinander erst als Einwechselspieler auf das Feld kam.

Ziegner rüffelte den 24-Jährigen denn auch für seine Foto-Auftritte zuletzt in sozialen Netzwerken im Trainingsdress seiner früheren Vereine Münster und Dynamo Dresden. Tekerci solle „mal darüber nachdenken“, dass der FSV sein Gehalt zahle, mahnte Ziegner.

Weitere Eskapaden des früheren türkischen Junioren-Nationalspielers wie Verspätungen zum Training der Westsachsen in der vergangenen Woche wurden offenbar schon von Tekercis Kollegen angesprochen. Der FSV habe eine charakterstarke Mannschaft, die intern viel selbst reguliere, sagte Ziegner und sieht keine Anlass zur Sorge um die Atmosphäre in seinem Team: Die gute Stimmung in seinem Team würde „unter so einem Verhalten nicht leiden“.

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