FSV Zwickau: Trotzig in die nächste Schlacht

Jeweils zwei Spiele Sperre für Frick und Jensen

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Donnerstag, 18.06.2020 | 08:56
Julius Reinhardt beim FSV Zwickau

„Machen immer weiter.“ – Julius Reinhardt schwört die Mannschaft nochmals ein. ©Imago images/HMB Media

Update (16:24 Uhr):
In den zwei kommenden Partien muss der FSV Zwickau auf Davy Frick und Leon Jensen verzichten. Wie die Schwäne am Donnerstagnachmittag bekannt gaben, wurden die beiden Akteure vom DFB-Sportgericht für jeweils zwei Spiel gesperrt.

Ursprünglicher Artikel:
Beim 3:3 gegen Unterhaching am vorletzten Spieltag war sie wieder zu sehen, die unbeugsame Mentalität der Zwickauer, die einen 0:2-Rückstand drehten und am Ende zumindest einen Punkt einsammelten. Dass es nicht mehr wurde, lag an der mangelnden Chancenverwertung und an der Eigenheit des FSV, sich nicht selbst zu belohnen.

So hätten die Schwäne auf dem Auftritt gegen die SpVgg durchaus aufbauen, gegen den Tabellenvorletzten Großaspach am gestrigen Mittwoch Big Points einfahren können – doch am Ende standen null Punkte und das Abrutschen auf einen Abstiegsplatz zu Buche.

Ein Schlag ins Kontor für den FSV, der sich allerdings direkt nach der Partie bereits wieder trotzig gab:  „Heute ist noch nicht die letzte Schlacht geschlagen worden. Wir müssen uns wieder aufrappeln, das haben wir in den letzten Wochen immer wieder bewiesen. Es geht Schlag auf Schlag weiter. Wir glauben an uns, machen immer weiter“, so Mittelfeldmann Julius Reinhardt bei Magenta Sport.

Nachlegen das Problem

Möglicherweise brauchen die Schwäne sogar diese Rückschläge, den Druck, um ihr volles Leistungsvermögen abrufen zu können. So konterte der FSV in der laufenden Saison bereits mehrere brenzlige Situationen mit einem Sieg, wie beispielsweise, als er am 23. Spieltag kurz vor der Abstiegszone stehend mit 1:2 gegen Schlusslicht Jena verlor, nur um in der folgenden Woche einen überzeugenden Sieg gegen Spitzenreiter Duisburg einzufahren.

Dieses Beispiel zeigt das Dilemma des FSV, der selten eine wahre Niederlagen-Serie zu beklagen hat, es allerdings nach Punktgewinnen stetig versäumt, konstant nachzulegen. Die stabilste Serie hatte die Enochs-Elf zwischen dem neunten und dem 13. Spieltag, als sie fünf Spiele lang ungeschlagen blieb.

Vermutlich wird aber genau eine solche Serie nötig sein, um sich nach den – um bei Reinhardts Worten zu bleiben – anstehenden Schlachten, welche die Zwickauer unter anderem gegen die Aufstiegsaspiranten FC Ingolstadt und Eintracht Braunschweig sowie den direkten Abstiegskampf-Konkurrenten Chemnitzer FC bestreiten, am Ende die Krone Klassenerhalt aufsetzen zu können.

Das Restprogramm des FSV Zwickau