FSV Zwickau: Was wurde aus den Abgängen 2020?

So läuft's bei Lange, Viteritti & Co.

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 10.11.2020 | 14:30
René Lange im FSV-Dress

Nach fünf Jahren endete im Sommer die Zeit von René Lange in Zwickau. ©imago images/Picture Point

Nach dem denkbar knappen Klassenerhalt im Vorjahr baute der FSV Zwickau seinen Kader nur geringfügig um. Zehn Spieler verließen die „Schwäne“, darunter zwei Leihspieler: Wo die Ex-Zwickauer heute sind und wie es für sie läuft, haben wir unter die Lupe genommen.

René Lange
Nach fünf Jahren und 157 Pflichtspielen wechselte der Linksverteidiger nach Jena. Dort ist Lange hinten links in der Viererkette gesetzt, verpasste lediglich eines von zwölf Spielen auf Grund einer gelb-roten Karte. Mit deutlichen zwölf Punkten weniger und einem Spiel mehr als Tabellenführer Viktoria Berlin ist der sofortige Wiederaufstieg allerdings früh in weite Ferne gerückt.

Christopher Handke
Ursprünglich bis 2022 gebunden, lösten der Verteidiger und der FSV das Arbeitspapier im Sommer auf. Unter seine Profikarriere machte der 31-Jährige anschließend einen Haken, ist aber doch weiterhin im Fußball tätig: Bei seinem Ex-Klub und Zwickauer Ligakonkurrenten ist Handke mittlerweile in die Nachwuchsabteilung eingestiegen und sammelt dort als Co-Trainer der U19 erste Erfahrungen an der Seitenlinie.

Denis Jäpel
Im Angriff nur die Nummer vier hinter dem Trio Ronny König, Elias Huth & Gerrit Wegkamp, der nur sechs Mal in der Liga randurfte, ging es für Jäpel in die Regionalliga. Dort schloss er sich Lok Leipzig an und erkämpfte sich über Einwechslungen einen Stammplatz, ehe die Nordost-Staffel unterbrochen wurde. Im Vorjahr erst in der Relegation an Verl gescheitert, ist Lok davon ein gutes Stück entfernt: Als Tabellensechster beträgt der Rückstand auf Platz eins bereits stolze 14 Punkte.

Christian Bickel
In Zwickau nur Ergänzungsspieler mit zwei Kurzeinsätzen, nimmt er beim Chemnitzer FC wieder eine Hauptrolle ein. In zehn von elf Einsätzen Teil der Startelf, steuerte der Offensiv-Allrounder bereits sechs Tore und zwei Vorlagen bei. Besonders sehenswert dabei war sein Kunstschuss gegen den Berliner AK Anfang Oktober: Auf Höhe der Mittellinie sah er, dass BAK-Schlussmann Pascal Kühn zu weit vor dem Tor stand und traf zum zwischenzeitlichen 2:2.

Janik Mäder
Auf dem rechten Flügel war im Vorjahr kein Vorbeikommen am glänzend aufgelegten Morris Schröter, auch im Dress von Energie Cottbus läuft es noch nicht rund. Zum Auftakt zwei Mal in der Startelf, aber eben auch sieglos, folgte auf drei Einwechslungen und den Trainerwechsel von Sebastian Abt zu Dirk Lottner eine Verletzung. Mit einem Außenbandriss fehlt er seit Anfang Oktober, mit 18 Punkten aus 13 Spielen läuft es auch für seinen neuen Klub noch nicht wie erhofft.

Fabio Viteritti im FSV-Dress.

Fabio Viteritti suchte in Innsbruck eine neue Herausforderung. ©imago images/

Sebastian Wimmer
Erst vor Jahresfrist von Viktoria Köln verpflichtet, kam der Österreicher nie so richtig an. Nach 120 Spielminuten verteilt auf acht Einsätze spielte er ab Ende keiner Rolle mehr in den Planungen von Trainer Joe Enochs. Im Sommer kehrte er in die Heimmat zurück und soll bei den Juniors oÖ, dem Farmteam von Bundesligist LASK, in der zweiten Liga eine Führungsrolle einnehmen. Als Kapitän der jungen Truppe in der Innenverteidigung gesetzt, zahlte die Mannschaft mit elf Punkten aus neun Spielen bislang Lehrgeld in der neuen Klasse.

Johannes Dörfler
In der Rückrunde vom SC Paderborn ausgeliehen, ging es für den Flügelstürmer zurück zum Bundesliga-Absteiger. Dort konnte er Trainer Steffen Baumgart im zweiten Anlauf von sich überzeugen, wenn auch in ungewohnter Rolle: Dörfler wurde mittlerweile zum Rechtsverteidiger umgeschult und durfte dort an den letzten vier Spieltagen immer in der Startelf ran. Mit zehn Punkten aus diesen Partien und nur zwei Gegentoren scheint der gebürtiger Düsseldorfer diese Rolle gut auszufüllen.

Sascha Härtel
Ein Bruch des Außenknöchels und des Sprunggelenks, dazu ein Riss des Syndesmosebandes: Für die Leihgabe aus Aue ging die Sommervorbereitung in Zwickau denkbar schlecht los, die Verletzung kostet ihn beinahe die ganze Spielzeit. Die Rückkehr ins Erzgebirge verlief ebenfalls nicht wie erhofft, für die „Veilchen“ absolvierte er bis dato nur eine Minute in Liga zwei, auf dem linken Flügel baute Cheftrainer Dirk Schuster zuletzt auf den ebenfalls jungen John-Patrick Strauß.

Fabio Viteritti
Statt 3. Liga mit Zwickau spielt der Mittelfeldakteur mittlerweile 2. Liga in Österreich, er wechselte zu Wacker Innsbruck. Dort wird er von Ex-1860-Trainer Daniel Bierofka ob seiner Vielseitigkeit geschätzt und bekleidete an den ersten neun Spieltagen bereits jede Position im Zentrum und auf den Flügeln. Nach nur einem Sieg aus den ersten sechs Spielen zeigte Wackers Formkurve zuletzt mit drei Siegen in Folge nach oben. Beim 3:0 über die Young Violets am Wochenende traf Viteritti erstmals und gab bereits seine dritte Torvorlage.

Elias Huth
Als kongenialer Partner von Ronny König traf die Leihgabe des FCK im Vorjahr 14 Mal, auf das erste Tor für die „Roten Teufel“ wartet er noch. Unter Boris Schommers noch Stammkraft, ist er nach dem Trainerwechsel zu Jeff Saibene ins zweite Glied gerückt. Ausgerechnet in Zwickau holte der FCK am Wochenende seinen ersten Sieg, Huth stand dabei allerdings überhaupt nicht im Kader. Im Sturmzentrum dürfte vorerst der erfahrene Marvin Pourié gesetzt sein.

Wer wurde bei Deinem Klub verabschiedet? Hier geht’s zu den bisher erschienen Abgängen 2020.