FSV Zwickau: Ziegner-Wünsche für Zwickau nicht umsetzbar

Wagner will bis Ende März neuen Trainer

Zwickau ist zu klein für ihn geworden: Trainer Torsten Ziegner

Will weiter nach oben: FSV-Coach Torsten Ziegner © imago / osnapix

Beim FSV Zwickau schlägt die Änkündigung des Abschieds von Trainer Torsten Ziegner zum Saisonende immer noch hohe Wellen. Inzwischen verdichten sich weiter die Anzeichen, dass die „Schwäne“ wohl mehrere Bedingungen des 40-Jährigen für eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrags nicht erfüllen konnten.

Es sind Dinge nötig, die in Zwickau auf die Schnelle nicht umsetzbar sind. (FSV-Coach Torsten Ziegner)

Ziegner selbst machte in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 28.02.2018) entsprechende Andeutungen. Um auf seine Weise „immer nach vorne“ zu arbeiten, seien „Dinge nötig, die in Zwickau auf die Schnelle nicht umsetzbar sind“, sagte der Coach bei seinem ersten öffentlichen Kommentar nach der offiziellen Bekanntgabe der etwas unerwarteten Entscheidung.

Zu harte Bedingungen von Ziegner

Zwickau hatte am vergangenen Dienstag das Ende der Zusammenarbeit mit dem Ex-Profi nach sechs Jahren zum Saisonschluss mitgeteilt. Zuvor waren letzte Verhandlungen zwischen FSV-Sportchef David Wagner und Ziegner gescheitert. Die Unterschrift unter ein neues Angebot war vom Trainer längere Zeit verzögert worden.

In einem Interview hatte der gebürtige Thüringer mit der Forderung nach mehr Professionalisierung bei den Rahmenbedingungen zur Erhöhung von Aufstiegschancen die Latte auch hoch gelegt. Dabei betonte Ziegner auch seinen Wunsch nach persönlicher Weiterentwicklung.

Zwickaus mangelnde Möglichkeiten dazu gestand indirekt auch Wagner bei der Profilbeschreibung eines neuen FSV-Trainers als Grund für den Entschluss zur bevorstehenden Trennung ein. Ziegners Nachfolger müsse „die Bedingungen und Gegebenheiten im Verein annehmen – wohlwissend, dass unsere finanziellen Mittel bescheiden sind“, sagte Wagner in der Freien Presse.

Die Suche nach einem neuen Coach will Wagner nicht überstürzen. Allerdings soll der künftige Trainer des Vorjahres-Aufsteigers nach seinen Angaben „bis Ende März“ feststehen.

Solche Planungssicherheit benötigen neben dem Verein auch die Spieler. Nicht weniger als 16 Verträge laufen in Zwickaus derzeitigem Kader am Saisonende aus.