Göbel & Co.: Das machen die Ex-Zwickauer nun

Torjäger, Kapitän und ein Praktikant

Christoph Göbel am Ball, Patrik Twardzik schaut zu.

Steht seit Juli für Wacker Nordhausen auf dem Feld: Christoph Göbel (vorne). ©Imago/Matthias Koch

Das Transferkarussell drehte sich in diesem Sommer in Zwickau mit Höchstgeschwindigkeit. Elf Neuzugänge wurden verpflichtet, um 14 Abgänge aufzufangen. Einer dieser Abgänge war Christoph Göbel, der mittlerweile für Wacker Nordhausen in der Regionalliga aufläuft.

Im Interview mit Liga-Drei.de blickt er auf seine sechs Jahre in Zwickau zurück. Was die anderen Abgänge mittlerweile machen, das verraten wir Euch weiter unten.

Herr Göbel, wie kam der Kontakt und letztlich auch der Wechsel nach Nordhausen zu Stande?
Christoph Göbel: „Mir wurde in Zwickau mitgeteilt, dass ich kein neues Vertragsangebot erhalten werde. Anschließend habe ich mit meinem Berater über mögliche Alternativen diskutiert. Er ist danach in gezielte Gespräche mit in Frage kommenden Vereinen gegangen. Erste Gespräche mit Nordhausen gab es bereits im April.

Ein ambitionierter Verein, der in die Dritte Liga aufsteigen möchte, war eben interessant. Ende Mai haben wir uns dann auf einen Vertrag geeinigt.“

Würden Sie eventuell sagen, dass der Kreuzbandriss, den Sie letzte Saison erlitten haben, auch ein Grund dafür war, dass man Ihnen in Zwickau keinen weiteren Vertrag gegeben hat?
Göbel: „Es könnte damit zusammenhängen. Nach der Verletzung war es schwer für mich, wieder reinzukommen. Gerade weil sich die Mannschaft in der Zeit, in der ich verletzt war, gut gefunden hatte.“

Ich habe Kontakt zu einzelnen Spielern. (über seine Verbindung nach Zwickau)

Sie waren sechs Jahre für Zwickau am Ball. Haben Sie denn noch Kontakt zum Verein? Wie sehr verfolgen Sie den FSV?
Göbel: „Die Spiele und Ergebnisse verfolge ich natürlich. Ich habe auch Kontakt zu einzelnen Spielern, zum Verein selbst aber eher weniger.“

Sind sie denn verärgert darüber, dass Sie keinen neuen Vertrag erhalten haben?
Göbel: „Nein, ich bin überhaupt nicht verärgert. Auch ein Verein hat doch das Recht, einen auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern. Für einen Spieler ist es in einem solchen Fall immer nur gut, wenn ihm das so rechtzeitig wie möglich mitgeteilt wird. Für mich kann ich sagen, dass ich für den FSV in allen sechs Jahren mein Bestes gegeben habe.“

Die Saison für Ihr neues Team Wacker Nordhausen verläuft ziemlich gut – auch wenn der Chemnitzer FC vorwegmarschiert. Wie bewerten Sie Ihren eigenen Saisonverlauf bisher?
Göbel: „Ich finde, der läuft ebenfalls gut. Die ersten vier Spiele habe ich komplett bestritten. Habe mich dann leider in einem Benefizspiel verletzt und bin für zwei Spiele ausgefallen. Aber seit die Verletzung auskuriert ist, spiele ich wieder. Und wie Sie sagten, auch für unsere Mannschaft läuft es gut.

Wir sind noch ungeschlagen. Dass Chemnitz so vorwegmarschiert, das konnte man vorher nicht wissen. Aber ich denke, dass auch sie noch ihre Punkte lassen werden.“

Das machen die übrigen Abgänge:

Fabian Eisele:
Kurz bevor das Transferfenster geschlossen wurde, wechselte der 23-Jährige nach Saarbrücken in die Regionalliga. Für den FC stand er vier Mal in der Startformation und erzielte dabei drei Treffer.

Robert Koch:
Auch den Mittelfeldspieler zog es in die Regionalliga, er läuft für den FC Oberlausitz Neugersdorf auf. Das aber noch nicht über die volle Distanz, bei seinen sechs Einsätzen wurde er immer ein- oder ausgewechselt.

Dimitrios Ferfelis:
Der Grieche ist aktuell für Wormatia Worms auf Torejagd. In zehn Regionalliga-Einsätzen erzielte er zwei Treffer und gab eine Torvorlage.

Aykut Öztürk:
Der Rechtsaußen schloss sich dem türkischen Viertligisten Yeni Orduspor an, der die Tabelle nach vier Spieltagen anführt. Öztürk stand nur am vierten Spieltag im Kader und wurde für die letzten 20 Minuten eingewechselt.

Ronny Garbuschweski:
Ein Tor und eine Vorlage – das ist Garbuschewskis Statistik nach vier Spielen für den BFC Dynamo. Beim Regionalligisten verpasste der 32-Jährige seit seinem Wechsel keine einzige Minute.

Jan Washausen:
Der defensive Mittelfeldspieler wurde kurz nach seinem Wechsel nach Halle von Trainer Torsten Ziegner zum Kapitän ernannt. Abgesehen von 1. Spieltag stand Washausen immer in der Startelf und spielte durch.

Bentley Baxter Bahn:
Mittlerweile ebenfalls für Halle aktiv. Erkämpfte sich auf Anhieb einen Stammplatz und kann nach acht Spieltagen bereits zwei Tore und vier Vorlagen vorweisen. Seine Quote aus dem Vorjahr (vier Tore und sechs Vorlagen in 28 Einsätzen) dürfte er bald knacken.

Fabian Schnabel:
Der gebürtige Passauer kommt nach seinem Wechsel zum Regionalligisten SV Schalding-Heiding immer besser in Fahrt. An den ersten sieben Spieltagen gelang ihm nur ein Treffer, in seinen letzten fünf Spielen netzte er hingegen fünf Mal ein.

Sinan Tekerci:
Der ehemalige türkische U20-Nationalspieler trägt jetzt das Trikot des SV Elversberg. An den ersten beiden Spieltagen erzielte er jeweils ein Tor für den Regionalligisten und hat sich in der Stammelf festgespielt.

Christian Mauersberger:
Der 23-Jährige hat den Traum von der Profikarriere – zumindest vorerst – aufgegeben. Er absolviert ein einjähriges Praktikum in einer Kirchengemeinde am Bodensee. Ob er danach einen neuen Anlauf im Fußball nimmt, hat er noch nicht entschieden.

Jonas Acquistapace:
Nachdem sein eigentlich noch bis 2019 gültiger Vertrag im Sommer aufgelöst wurde, ist der 29-Jährige ohne Verein.

Ali Odabas:
Aus Regensburg ausgeliehen, erwischte er ein rabenschwarzes Jahr: Ab dem 7. Spieltag setzte ihn eine Knieverletzung den Rest der Saison außer Gefecht. Zurück beim Jahn verhagelte ihm eine weitere Knieverletzung die Vorbereitung. Ist aber wieder fit und absolvierte für die zweite Mannschaft eine Partie in der Bayernliga.

Lukas Cichos:
Die Leihgabe aus Magdeburg steht mittlerweile in Erfurt zwischen den Pfosten. Für den Regionalligisten bestritt er neun Ligaspiele, in denen er nur fünf Mal hinter sich greifen musste. In sechs Partien blieb er gar ohne Gegentor.

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