Groß & Co.: Das machen die Ex-Osnabrücker heute

Viel Bewegung in der Transferphase

Christian Groß verließ Osnabrück nach vier Jahren Richtung Bremen

Absolvierte 146 Spiele im VfL-Dress: Christian Groß. ©Imago/Kruczynski

Am Vereinsheim des VfL Osnabrück konnten die Verantwortlichen im Sommer eine Drehtür anbringen. Ganze 16 Spieler verließen den Klub, unter ihnen war auch Christian Groß. Er kehrte in seine Heimatstadt Bremen zurück. Wieso, weshalb, warum – das verriet er Liga-Drei.de in einem kurzen Interview. Auf die restlichen Spieler werfen wir auch einen Blick.

Herr Groß, Sie haben den VfL Osnabrück häufig als Kapitän aufs Feld geführt. Warum kam es dennoch zum Wechsel eine Liga tiefer zur U23 von Werder Bremen in diesem Sommer?
Christian Groß: „Zum einen hatte es private Gründe, aber zum anderen habe ich es sofort als spannende Herausforderung gesehen, eine junge U23-Mannschaft als erfahrener Spieler bzw. auch wieder als Kapitän anzuführen und vorwegzugehen. Und natürlich ist es auch schön, in einem Verein zu sein, wo Bundesliga gespielt wird.

Man muss sich ja nur mal anschauen, welche Persönlichkeiten in diesem Verein in wichtigen Positionen sind. Sei es Thomas Schaaf, der zurückgekehrt ist, oder auch Frank Baumann. Da sind viele Leute, von denen man sehr viel lernen kann. Eben auch mit Hinblick auf die Zeit nach der aktiven Karriere.“

Sie wurden, wie schon angesprochen, als Führungsspieler geholt. Wie genau definieren sich Ihre Aufgaben in der U23?
Groß: „Erst mal muss man sagen, dass es schon ein Unterschied ist, eine Mannschaft zu führen, in der überwiegend Spieler sind, die reichlich jünger sind als man selbst. Aber es ist eben eine unglaubliche Herausforderung, dem einen oder anderen einen hilfreichen Tipp zu geben oder auf gewisse Dinge vorzubereiten, die in der weiteren Karriere auf sie zukommen werden.

Ihnen eben auch an die Hand zu geben, worauf es ankommt und dass man nie zu schnell zu sehr zufrieden ist, sondern immer motiviert bleibt. Ein bisschen was habe ich ja schon erlebt, von daher habe ich auch den einen oder anderen Ratschlag parat.“

Ich visiere ständig den maximalen Erfolg an. (über seine persönliche Zielsetzung)

Was sind Ihre persönlichen Ziele, die Sie mit der U23 von Werder erreichen wollen?
Groß: „Ich stand schon immer dafür, dass ich stets den maximalen Erfolg anvisiere. So auch in diesem Jahr. Für mich persönlich wäre es das Schönste, wenn wir es zurück in die 3. Liga schaffen. Das wäre für mich ein absolutes Highlight, wenn wir das packen würden.“

Anderthalb Stunden Fahrt liegen zwischen Osnabrück und Bremen. Wie intensiv geht Ihr Blick immer noch zum VfL?
Groß: „Es war ja eine intensive Beziehung mit dem VfL und von daher habe ich auch immer noch einen intensiven Kontakt nach Osnabrück – zum Verein, zu Spielern. Natürlich gucke ich mir – soweit es zeitlich passt – die Spiele an und drücke dem VfL die Daumen, dass die Saison erfolgreich läuft. Keine Frage.“

Die übrigen Abgänge:

Tim Paterok
Der Torhüter wechselte in die Regionalliga zum TSV Stainbach Haiger, wartet aber noch auf seinen ersten Einsatz.

Ahmet Arslan
Er kehrte zum VfB Lübeck zurück, für den er zwischen 2014 und 2016 bereits auflief. Er schaffte auf Anhieb den Sprung zum Stammspieler und kann nach sieben Spielen bereits drei direkte Torbeteiligungen vorweisen.

Marcel Appiah
Nachdem sein Vertrag auslief, hat der Innenverteidiger noch keinen neuen Verein gefunden.

Marcel Ruschmeier
Das Eigengewächs verließ Osnabrück zum SC Spelle-Venhaus, auf seinen ersten Einsatz für den neuen Klub in der Oberliga Niedersachsen wartet er aber noch.

Jules Reimerink
Der Niederländer läuft auch weiterhin in der 3. Liga auf. Bei den Sportfreunden Lotte kommt er aber noch nicht über die Rolle eines Ergänzungsspielers hinaus, in seinen fünf Saisoneinsätzen wurde er entweder aus- oder eingewechselt.

Leon Tigges
Bei seinem neuen Klub Alemannia Aachen schaffte er es erst zwei Mal in den Spielkader, blieb aber ohne Einsatz.

Robert Kristo
Der US-Amerikaner mit kroatischen Wurzeln ist derzeit ohne Verein.

Halil Savran
In seinen vier Jahren in Osnabrück zog er sich unter anderem zwei Knorpelschäden und einen Innenbandriss im Knie zu, das Karriereende im Sommer kam also nicht überraschend. In 68 Spielen erzielte er 21 Treffer für den VfL.

Kim Falkenberg
Im Sommer beendete er mit 30 Jahren seine Karriere.

Emmanuel Iyoha
Die Leihgabe aus Düsseldorf verbringt auch diese Saison bei einem anderen Klub, Fortuna gab ihn bis 2019 an Aue ab. Für die „Veilchen“ lief er bisher drei Mal in der 2. Bundesliga und in der 1. Runde des DFB-Pokals auf. Einen Treffer hat er noch nicht erzielt.

Utku Sen
Nach seiner Rückkehr zu seinem Stammverein Holstein Kiel konnte er sich in der Vorbereitung nicht aufdrängen. Am letzten Transfertag wechselte er in die Regionalliga zum Lüneburger SK Hansa. Dort kam er bislang zwei Mal als Einwechselspieler zum Einsatz.

Christian Bickel
Der Mittelfeldspieler läuft mittlerweile für den Ligakonkurrenten aus Zwickau auf. Bickel stand bislang in allen Partien in der Startelf und ist im rechten Mittelfeld gesetzt. Er bereitete drei Tore vor.

Stephen Sama
Der 25-Jährige ist in der Eredivisie für Heracles Almelo aktiv. Sein Debüt ging mit einem 0:5 gehörig daneben, der Innenverteidiger spielte in dieser Partie durch. Anschließend kam er nur noch zu Kurzeinsätzen und muss sich erst wieder an die Startformation herankämpfen.

Marius Gersbeck
Nach einem Kreuzbandriss in der Schlussphase der vergangenen Saison ging es für den Keeper zurück zu Hertha BSC, die ihn für zwei Jahre an Osnabrück verliehen hatten. Durch seine Verletzung platzte der Plan der Berliner, ihn an einen Zweitligisten zu verleihen. Gersbecks ursprünglich bis 2019 laufender Vertrag in der Hauptstadt wurde trotzdem verlängert.

Marc Wachs
Der Linksverteidiger kehrte in seine Geburtsstadt Wiesbaden zurück und schloss sich dem Drittligisten Wehen Wiesbaden an. Dort soll er auf lange Sicht Urgestein Alf Mintzel beerben, was ihm stellenweise bereits gelang: Vier Spiele über 90 Minuten absolvierte er an den ersten sieben Spieltagen.

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