Halle hat ein Sturmproblem

Nur Großaspach trifft noch seltener

Torsten Ziegner trainiert die zweitschwächste Offensive der Liga.

Kann mit der Torausbeute seines Teams überhaupt nicht zufrieden sein: Torsten Ziegner. ©Imago/Eibner

Torsten Ziegner musste lachen. Ob Rostock beim 1:0-Sieg über Halle das eine Tor besser war, wollte ein MDR-Reporter vom Trainer des HFC direkt nach Abpfiff wissen. „Ich glaube, das ist eine witzig gemeinte Frage“, lautete seine Antwort.

Die zweitschwächste Offensive der Liga

Seine Mannschaft dominierte den Gegner. Sie ließ sich auch von Cebio Soukous Treffer in der 3. Minute nicht beirren und belagerte den Gegner über die restliche Spieldauer förmlich. Ein Treffer wollte trotzdem nicht gelingen. In zwei der letzten drei Spiele ist die Mannschaft ohne eigenen Treffer.

Zwei torlose Spiele kurz hintereinander lassen zwar die Alarmglocken noch nicht schrillen, sie lassen aber erahnen, wo der Schuh momentan drückt. In den letzten sieben Spielen traf Halle lediglich sechs Mal, insgesamt sind es erst zwölf Saisontore. Nur Großaspach kann mit sieben Treffern eine noch schwächere Ausbeute vorweisen.

Dabei hat Ziegner viel probiert. Mit Pascal Sohm (zwei Treffer in zehn Spielen), Mathias Fetsch (ein Treffer in elf Einsätzen) und Joker Kilian Pagliuca (null Treffer bei fünf Kurzeinsätzen) durften sich drei Angreifer im Zentrum versuchen. Die Ausbeute blieb überschaubar.

Hoffnungsträger Braydon Manu?

Dass Innenverteidiger Sebastian Mai in den letzten drei Spielen immer über 90 Minuten als Angreifer durchspielte, untermauert, dass Ziegner mit seinen Angreifern nicht zufrieden ist. Trotzdem wollte Ziegner nicht zu hart mit seinem Team ins Gericht gehen: „Der Mannschaft kann ich gar nichts vorwerfen, sie hat genau das umgesetzt, was wir uns vorgenommen haben.“

Eine weitere Alternative kehrt am kommenden Samstag gegen Unterhaching zurück. Braydon Manu hat seine Vier-Spiele-Sperre nach der roten Karte gegen Uerdingen abgesessen. Der schnelle und wendige Linksaußen kann das Spiel über die Flügel beleben und so auch seine Nebenleute in Szene setzen. Zudem hat er mit zwei Treffern in sieben Spielen bereits bewiesen, dass er auch selbst für Torgefahr sorgen kann.

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