Hallescher FC: Müller nach Degradierung mit Wechselgedanken

HFC-Eigengewächs kann Ersatzspieler-Rolle nicht akzeptieren

Wechselgedanken: Halles Torwart Tom Müller

Frustriert: HFC-Keeper Tom Müller © imago / picture point

Eigengewächs Tom Müller spielt beim Halleschen FC nach dem verlorenen Kampf um den Stammplatz im Tor der Saalestädter mit Gedanken an einen Vereinswechsel. Die Entscheidung von Trainer Torsten Ziegner für Neuzugang Kai Eisele hat den 20-Jährigen schwer getroffen.

Das war ein Schlag in die Fresse. (HFC-Torhüter Tom Müller)

„Das war ein Schlag in die Fresse“, beschrieb Müller nach Halles Generalprobe für den Saisonstart bei Regionalligist Lok Leipzig in der Mitteldeutschen Zeitung seine Gemütsverfassung nach der Degradierung zur Nummer zwei. „Ich will und muss spielen“, sagte Müller weiter und verwies folgerichtig Fragen nach seiner Zukunft bei seinem Stammverein an seine Beratungsagentur.

Für Müller kam Eiseles Ernennung zum HFC-Stammtorhüter offenbar aus heiterem Himmel. Er sei nach dem wochenlangen Duell mit seinem vom Ligakonkurrenten Hansa Rostock gekommenen Rivalen „fest davon ausgegangen, dass ich als Nummer eins in die Saison gehe“, sagte der enttäuschte Keeper. Ziegners Entschluss könne er „auf keinen Fall verstehen“.

Vertragsverlängerung erst noch im Frühjahr

Im Falle eines Wechsels würde für Halle wie für Müller eine Ära zu Ende gehen. Müller schloss sich bereits vor neun Jahren der HFC-Jugend an, reifte zu einem Klasse-Torwart und bekam in der zurückliegenden Saison das Vertrauen des damaligen Trainers Rico Schmitt als Nummer eins. Aufgrund seiner guten Leistungen zog der Verein erst noch im vergangenen Frühjahr die Option auf einen Verlängerung von Müllers auslaufendem Vertrag bis 2019.

Auf einen absehbaren Sinneswandel bei Ziegner kann Müller jedoch nicht hoffen. Eisele habe nun sein Vertrauen und würde „nicht beim ersten Fehler aus dem Tor genommen“, stärkte der Coach seinem neuen Stammtorwart („Jetzt will ich das Vertrauen auf dem Platz zurückzahlen“) den Rücken.

Für Müllers Frust zeigte Ziegner jedoch auch Verständnis. Müller sei „natürlich enttäuscht“, sagte der HFC-Trainer und forderte zugleich eine professionelle Reaktion: „Er muss dranbleiben und auf seine Chance lauern.“

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