Hallescher FC: Pokal-Duell auf Augenhöhe

Mit Vereinsrekord im Rücken zur Überraschung?

Autor: Dennis Keller Veröffentlicht: Mittwoch, 26.10.16 | 09:50

Toni Lindenhahn dribbelt Muhammed Besic aus.

Toni Lindenhahn (r., hier bei der Stadioeröffnung 2011 gegen den HSV) will mit dem HFC die Sensation schaffen. ©Imago

Ein 0:0 bei Zweitliga-Absteiger SC Paderborn 07 - damit wird der Hallesche FC insgesamt ganz gut leben können. Vor allem, weil es für den HFC das siebte Drittliga-Spiel in Folge ohne Niederlage war und die Mannschaft damit den Vereinsrekord aus der Saison 2014/15 egalisiert hat. Den Schwung daraus wollen die Hallenser jetzt mitnehmen ins Pokalspiel gegen das Bundesliga-Schlusslicht Hamburger SV (Anstoß: Dienstag, 20.45 Uhr).

„ Die Hamburger sind klarer Favorit. ”
HFC-Trainer Rico Schmitt

Zur Ausgangslage vor der Partie gegen den HSV sagte Halles Trainer Rico Schmitt im kicker (Heft 86 vom 24.10.2016): "Da sind die Hamburger natürlich klarer Favorit. Aber die heutige gute Leistung der Mannschaft nehmen wir mit in diesen Fight." Wahrscheinlich ist das auch die Meinung von Sportdirektor Stefan Böger, der 1999 seine aktive Karriere bei den "Rothosen" beendete.

Starke Defensive gegen schwache Offensive

Mit dem torlosen Unentschieden in Paderborn blieb Halle bereits zum vierten Mal in dieser Spielzeit ohne Gegentor. Und bekanntlich sind die Hamburger bislang offensiv noch nicht besonders auffällig geworden: Zwei Tore in acht Bundesliga-Spielen (beide durch Bobby Wood) sind eine katastrophale Ausbeute. Auch in der 1. Runde des DFB-Pokals gewann der HSV nur mit Ach und Krach durch einen Halilovic-Treffer mit 1:0 in Zwickau.

„ Wir werden es den Gästen so schwer wie möglich machen. ”
Klaus Gjasula

Dennoch: Der Hallesche FC bleibt eindeutig in der Außenseiter-Rolle. Das sieht auch Kapitän Klaus Gjasula so, er sagte auf der HFC-Homepage: "Von zehn Spielen gegen Hamburg können wir vielleicht eins gewinnen, wenn alles passt. Wir brauchen einen Supertag und der HSV einen schlechten. Aber wir werden es den Gästen so schwer wie möglich machen, uns zu bezwingen. Denn wir sind fit, gut organisiert und laufstark." Wenn die Hallenser diese Tugenden am Dienstag auf den Platz bringen, dann wird es auf jeden Fall unangenehm für den Bundesliga-Dino.