Hallescher FC: Präsident Schädlich tritt nicht mehr an

Druck wurde zu groß

Nach über 16 Jahren im Verein tritt Präsident Michael Schädlich nicht mehr an.

Tritt nicht mehr für das Amt des Präsidenten an: Michael Schädlich. ©Imago/Picture Point

Halles Präsident Michael Schädlich wird bei der Mitgliederversammlung am 16. Dezember nicht zur Wiederwahl antreten. Das gab der 64-Jährige in einer persönlichen Erklärung auf der Homepage des HFC bekannt.

Der gebürtige Auerbacher, seit Sommer 2002 im Amt, reagierte damit auf Berichte des MDR, nach denen er als Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi aktiver war, als bislang bekannt.

Halles OB forderte Rücktritt

„Um zu verhindern, dass ggf. Sponsoren aufgrund meiner zwar seit Jahren bekannten, nun aber neu aufgeflammten Information über meinen eingeräumten Fehler aus Vorwendezeiten nicht mehr bereit sind, den Halleschen FC im bisherigen Umfang zu unterstützen, habe ich mich entschlossen, die für mich sehr schmerzhafte Entscheidung zu treffen“, so Schädlich.

Zuvor hatte Halles Oberbürgermeister Bernd Wiegand bereits einen Rücktritt gefordert: „Die öffentliche Hand kann nicht mit einem Verein zusammenarbeiten bzw. ihn finanziell fördern, wenn an dessen Spitze eine Person steht, die als Inoffizieller Mitarbeiter für die Staatssicherheit tätig war.“

„Es ging beim Halleschen FC nie um Personen, sondern stets um die Sache. Da es meine Pflicht ist, Schaden vom Verein abzuwenden, sehe ich aktuell keine andere Möglichkeit als diesen Schritt zu gehen und somit den entstandenen Druck auf den Club abzubauen“, erklärte Schädlich, der sein Amt weiterführen wird, bis ein Nachfolger gefunden ist.

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