Hallescher FC: Präsident Schädlich tritt zurück

64-Jähriger zieht Konsequenzen.

Michael Schädlich (r.) im Gespräch mit HFC-Sportdirektor Ralf Heskamp.

Leitete 16 die Geschicke in Halle: Michael Schädlich. ©Imago/Picture Point

Michael Schädlich ist als Präsident des Hallescher FC zurückgetreten. Das gab der Verein in einer knappen Mitteilung am Sonntag bekannt. Der 64-Jährige war seit 2002 im Amt und kündigte bereit in der vergangenen Woche an, nicht mehr zur Wiederwahl anzutreten.

Über diese wäre eigentlich bei der Mitgliederversammlung am gestrigen Sonntag abgestimmt worden, der Verein hatte sie aber ebenfalls vor Wochenfrist auf den kommenden Februar verlegt. Hintergrund waren Medienberichte, laut denen Schädlich als inoffizieller Mitarbeiter der Stasi aktiver war, als ursprünglich gedacht.

Vorstände Fox und Rauschenbach springen ein

„Vor dem Hintergrund der aktuellen Rahmenbedingungen beim HFC sowie angesichts der medialen Berichterstattung in Bezug auf meine Person, erkläre ich mit sofortiger Wirkung meinen Rücktritt“, wird Schädlich in der Mitteilung zitiert.

„Ich bedanke mich bei der Vielzahl von Partnern des Vereins für die mehr als 16-jährige vertrauensvolle Zusammenarbeit und wünsche unserem HFC weiterhin sportlichen und wirtschaftlichen Erfolg“, so der scheidende Präsident.

Interimsweise werden die beiden Vorstände Jürgen Fox und Jens Rauschenbach den Verein führen. Das Duo kündigte aber bereits an, nicht für das Präsidentenamt kandidieren zu wollen. Ein Kandidaten für die Schädlich-Nachfolge gibt es noch nicht.

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