Hallescher FC: Rolle rückwärts in Sachen Baumgärtel

Heskamp bestätigt neue Verhandlungen

Zukunft in Halle doch noch möglich: Fabian Baumgärtel

Doch weiter für Halle am Ball? Fabian Baumgärtel © imago

In „Sachen Fabian Baumgärtel“ ist beim Halleschen FC noch einmal Bewegung gekommen. Trotz der Abschiedserklärung und der Kritik des Abwehrspielers beim Saisonfinale am vergangenen Wochenende gegen den FSV Zwickau (2:0) sind die Saale-Städter wieder in die Verhandlungen eingestiegen und bemühen sich um eine Verlängerung des auslaufenden Vertrages.

Wir haben die Gespräche noch einmal aufgenommen, und sie waren positiv. (HFC-Sportchef Ralf Heskamp)

Wegen der veränderten Lage sei Baumgärtel anders als zahlreiche Kollegen und Trainer Rico Schmitt auch nicht vor dem Freundschaftsspiel gegen Bundesligist VfB Stuttgart (5:3) verabschiedet worden, bestätigte HFC-Sportdirektor Ralf Heskamp in der Mitteldeutschen Zeitung zum Schwebezustand: „Wir haben nach Samstag noch einmal die Gespräche aufgenommen, und sie waren positiv“, sagte Heskamp weiter.

Auch Baumgärtel selbst deutete eine überraschende Wende im Vertragspoker an. „Fußball ist ein Tagesgeschäft“, meinte der 28-Jährige zur Frage nach seinem Sinneswandel im Vergleich zu seinen Standpunkten nach der Begegnung mit Zwickau.

Abschiedsankündigung nach Saisonschluss

Schließlich hatte der Franke nach dem letzten Punktspiel der Saison das Kapitel Halle schon geschlossen. Es wäre sein letztes Spiel für de HFC gewesen, sagte Baumgärtel zu seiner Situation und erklärte die Verhandlungen wegen eines zu niedrigenen Angebots des Klubs für gescheitert: „Der Verein hat einfach nicht die finanziellen Mittel, um Leistungsträger zu halten.“

Zu dieser Kategorie gehörte Baumgärtel in der ausgeklungenen Saison in jedem Fall. Mit jeweils vier Toren und Vorlagen war der gebürtige Bamberger in der Drittliga-Scorerwertung der beste Abwehrspieler der gesamten Klasse.

Bei den Bemühungen um eine weitere Zusammenarbeit mit Baumgärtel scheint sich die HFC-Führung allerdings nur unzureichend abgesprochen zu haben. Entgegen Heskamps Einschätzung über den Verlauf der Verhandlungen mit dem früheren Stuttgarter grätschte Finanzvorstand Jens Rauschenbach den Verteidiger jedenfalls öffentlich für seine Aussagen ab.

Baumgärtel Ansichten über die Kassenlage des Klubs könne er nicht nachvollziehen, sagte Rauschenbach in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 16.05.2018) und legte nach: „Da ist möglicherweise eine Diskrepanz zwischen der Einschätzung der eigenen Leistung und den damit verbundenen Gehaltsforderungen.“

Heskamp jedoch beurteilt Baumgärtels Wert zumindest mittlerweile offenkundig anders. Zweifellos dürfte eine nachgebesserte Offerte Gegenstand der jüngsten Gespräche mit dem Defensiv-Ass gewesen sein.

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