Hallescher FC: Schmitt-Aus angeblich besiegelt

Neue Vorstandsmitglieder für attraktivere Spielphilosophie

Bald ein Bild der Vergangenheit? Trainer Rico Schmitt im HFC-Dress

Angeblich vor dem Aus: HFC-Coach Rico Schmitt © imago

Update (14:45 Uhr):
Auf Liga-Drei.de-Anfrage wollte sich Rico Schmitt nicht zu den Gerüchten äußern.

Unser Artikel von 07:15 Uhr:
Die Tage von Trainer Rico Schmitt beim Halleschen FC sollen angeblich bald gezählt sein.
Entsprechende Informationen sickerten offenbar am Rande des Viertelfinal-Aus der Saalestädter im Landespokal Sachsen-Anhalt gegen den Drittliga-Rivalen 1. FC Magdeburg (0:1) durch.

Angaben der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 22.03.2018) zufolge soll Halles Vorstand sich endgültig gegen eine Verlängerung des am Saisonende auslaufenden Vertrages mit dem 49-Jährigen entschlossen haben. Das Fachmagazin Kicker (Heft 25 vom 22.03.2018) berichtete gleichzeitig etwas zurückhaltender von „Signalen für eine Trennung“.

Auftrag Klassenerhalt bisher immer erfüllt

Schmitt steht seit gut zwei Jahren beim HFC an der Seitenlinie. Nach seinem Amtsantritt führte der gebürtige Chemnitzer den Verein 2016 aus großer Abstiegsnot noch zum Klassenerhalt und bewältigte in der darauffolgenden Saison nach einem Höhenflug in die Nähe der Aufstiegsregionen den Abstiegskampf erneut erfolgreich. Auch in der laufenden Spielzeit stehen die Zeichen inzwischen nach zuletzt sieben Punkten aus den vergangenen drei Begegnungen auf Klassenerhalt.

Grund für das vermeintliche Aus für Schmitt soll laut Bild die Spielphilosophie des Coaches sein. Demnach wünschen sich besonders die drei neuen Vorstandsmitglieder Dr. Jürgen Fox, Jens Rauschenbach und Lucas Flöther eine attraktivere Spielweise, um mehr Zuschauer zu den HFC-Heimspielen ins Stadion zu locken.

Schon in den vergangenen Wochen hatten sich in Halle Anzeichen für eine Beendigung der Zusammenarbeit mit Schmitt vermehrt. Zunächst waren inmitten sportlicher Probleme zu Monatsbeginn öffentlich Spekulationen über Widerstände innerhalb der Mannschaft gegen den Coach aufgekommen, ehe Schmitt im Zuge der Suche nach einem neuen Sportdirektor mit seinem Wunsch nach einer Doppeltätigkeit in Personalunion durch Indiskretionen zu anderen Kandidaten bloßgestellt wurde. Hinzu kam die wachsende Ablehnung Schmitts durch immer weitere Teile des HFC-Anhangs.

Fachlich könnte zudem die aus der finanziell schwierigen Lage des früheren Zweitligisten heraus entworfene Neuausrichtung des Teams für die kommende Saison gegen Schmitt sprechen. Während die Vereinsspitze künftig verstärkt auf Talente aus dem eigenen Nachwuchs setzen will, werden dem Coach Probleme bei der Arbeit mit jungen Spielern nachgesagt.

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