Hallescher FC: Ziegner von eigenen Worten eingeholt

Nur noch leise Töne nach Fehlstart

Bittere Rückkeh nach Zwickau: Halles Coach Torsten Ziegner

Von eigenen Worten eingeholt: HFC-Trainer Torsten Ziegner © imago/picture point

Torsten Ziegner ist einer der größten Verlierer des Drittliga-Auftakts gewesen. Bei der 0:2-Pleite mit dem Halleschen FC bei seinem früheren Klub FSV Zwickau wurde der HFC-Coach von seinen eigenen Aussagen vor dem brisanten Duell über die Gastgeber als potenzieller Abstiegskandidat eingeholt.

Entsprechend verbittert kommentierte Ziegner in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 30.07.2018) den Fehlstart seines Teams. „Natürlich ist doppelt enttäuschend, an alter Wirkungsstätte zu verlieren.“

Ab Platz fünf sind in dieser dritten Liga alle Mannschaften Abstiegskandidaten. (HFC-Trainer Torsten Ziegner)

Etwas kleinlaut relativierte der 40-Jährige seine negative Einschätzung von Zwickaus Chancen auf den Klassenerhalt aufgrund der begrenzten Finanzmittel der Westsachsen. „Ich bin zu Zwickau gefragt worden. Es wird für den FSV Jahr für Jahr schwerer. Ab Platz fünf sind in dieser dritten Liga alle Mannschaften Abstiegskandidaten. Ich hätte noch viele andere Teams aufzählen können – auch uns“, meinte Ziegner zu seiner unfreiwilligen Motivation für seine ehemalige Mannschaft.

Eigene Schwächen entscheidend

Die Ursachen für Halles Auftaktpleite sah Ziegner denn auch eher in Schwächen seines neuen Teams als in Zwickauer Stärken. „Wir haben im körperlichen Bereich nicht so dagegengehalten, wie ich es mit gewünscht hätte. Das war am Ende der Schlüssel. Es wäre mehr möglich gewesen. Aber dafür hätten wir mehr von diesen Tugenden zeigen müssen, bevor wir anfangen, Fußball zu spielen“, analysierte Ziegner und konnte sich eine Stichelei in Richtung Zwickau dennoch nicht verkneifen: „Wir wurden ja nicht an die Wand gespielt.“

Mehr Gedanken als über seinen Ex-Verein muss sich der Sachse jedoch um seinen verletzten Kapitän Jan Washausen. Die Wadenprobleme des 29-Jährigen haben sich mittlerweise als „kleiner Muskelfaserriss“ erwiesen, so dass sein Einsatz nach der Zuschauerrolle in Zwickau auch bei der Saisonheimpremiere gegen Fortuna Köln (Samstag) fraglich erscheint.

Bei optimalem Heilungsverlauf will Washausen im Verlauf der Woche wieder ins Trainings einsteigen und denkt dabei auch schon an die erste „englische Woche“ der jungen Saison mit den weiteren Begegnungen bei Carl Zeiss Jena (7. August) und gegen Zweitliga-Abstieger 1. FC Kaiserslautern (11. August): „So viele Spiele dicht hintereinander – es wäre extrem ärgerlich, wenn ich die verpassen würde“, sagte der gebürtige Göttinger in der Mitteldeutschen Zeitung: „Ich hoffe, es reicht bis Samstag.“

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