Hansa Rostock: Bischoff rechnet mit Provokationen

Erinnerungen an "Rot" im ersten Duell mit Meppen

Auf Provokationen eingestellt: Rostocks Kapitän Amaury Bischof

Will kühlen Kopf bewahren: Hansa-Kapitän Amaury Bischoff © imago

Kapitän Amaury Bischoff stellt sich bei Hansa Rostock auf besondere Weise auf das Gastspiel der Kogge bei Aufsteiger SV Meppen (Samstag) ein. Der oft impulsive Mittelfeldspieler rechnet im Emsland offenbar wie schon im Hinspiel mit Provokationen durch die Gastgeber und will sich davon nicht wieder zu überzogenen Reaktionen hinreißen lassen.

Ich bin auf alles vorbereitet. (Hansa-Kapitän Amaury Bischoff)

Er könne sich gut vorstellen, was in Meppen wartet, sagte Bischoff in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 31.1.2018). Im Rückblick auf seinen Platzverweis im ersten Saisonduell mit den Nordlichtern fügte der 30-Jährige hinzu: „Ich bin auf alles vorbereitet.“

Platzverweis nach entnervter Überreaktion

Tatsächlich schienen Meppens Spieler im Hinspiel auf Bischoffs Temperament beinahe schon gezielt abgerichtet. Dem Südländer platzte denn auch schon nach mehreren grenzwertigen Situationen mit immer wieder klammernden SVM-Gegenspielern in einem weiteren Duell mit Nico Granatowski der Kragen und konnte seinen Kontrahenten ebenso spontan wie entnervt nur mit mit einer rot-würdigen Tätlichkeit noch abschütteln.

Zur Vermeidung einer Wiederholung eines solchen Blackouts ist der frühere Münsteraner in sich gegangen. Ihm sei bewusst, so Bischoff durchaus einsichtig, „in der Vergangenheit öfter so reagiert“ zu haben und damit außer sich auch der Mannschaft zu schaden.

Der Routinier erinnert sich auch nur zu gut an die negativen Auswirkungen seines Kontrollverlustes. Die Rote Karte sei im weiteren Saisonverlauf „ein riesiger Knackpunkt“ gewesen, meinte Bischoff. Schließlich hätte die Sperre ihn zusammen mit der anschließenden Länderspielpause und einer folgenden Verletzung zwischenzeitlich völlig aus dem Rhythmus gebracht.