Hansa Rostock: Dotchev tritt Euphoriebremse

Hansa-Coach sieht seine Elf nicht als Spitzenmannschaft

Mahnt zu Realismus: Rostocks Trainer Pavelo Dotchev

Im Erfolg besonnen: Hansa-Coach Pavel Dotchev © imago

Mitten in Hansa Rostocks Höhenflug tritt Trainer Pavel Dotchev die Euphoriebremse. Der Coach mahnt trotz der Vormarsches der Kogge auf Rang vier nach der Hinrunde bei allem Verständnis für die Hoffnungen der Fans auf eine Rückkehr in die zweite Liga weitere Verbesserungen an.

Das sind wir nicht. (Hansa-Coach Pavel Dotchev über die Einstufung seiner Elf als Spitzenteam)

Für den Bulgaren ist die Tabelle zur Saisonhalbzeit nicht mehr als eine Momentaufnahme. „Von der Statistik her stellen wir jetzt eine Spitzenmannschaft dar. Aber das sind wir nicht“, sagte Dotchev in der Bild-Zeitung (Ausgabe vom 11.12.2017) nach 3:1 im Ost-Duell gegen den Chemnitzer FC und dem insgesamt vierten Sieg seines Teams in Folge betont nüchtern.

Jahreswechsel in Aufstiegszone möglich

Allerdings gibt Rostocks Zwischenbilanz tatsächlich allen Grund zu Träumen von einem Zweitliga-Comeback. Der Rückstand der Kogge auf den momentan vom SV Wehen Wiesbaden belegten Relegationsplatz beträgt nur noch zwei Punkte. Im Idealfall kann Hansa durch einen Sieg im letzten Spiel vor der Winterpause gegen die Sportfreunde Lotte (Samstag) sogar schon für den Jahreswechsel in die Aufstiegszone vorstoßen.

Dennoch will sich Dotchev vorerst noch nicht mit dem Thema eines ursprünglich erst für die kommende Saison geplanten Aufstiegs befassen. Das sei „unseriös“, meinte der Erfolgstrainer, gestand den Fans aber die Träume vom Sprung in Liga zwei zu: „Das ist nicht verboten.“

Sein Realismus spiegelt sich auch in der Haltung seiner Mannschaft wider. Abwehrchef Oliver Hüsing forderte sogar eine „noch bessere Rückrunde“, während sein Verteidiger-Kollege Julian Riedel der Tabelle bis auf Weiteres überhaupt keine Beachtung schenken will: Über den Aufstieg „können wir gerne an den letzten drei Spieltagen reden“.

Für die entscheidende Saisonphase dürfen Hüsing und Co. zudem mit Verstärkungen rechnen. Denn für die inzwischen eingetretene Situation einer realistischen Chance auf einen Aufstieg schon nach der laufenden Spielzeit hatte Hansa-Investor Rolf Elgeti bereits im vergangenen Oktober eine weitere Finanzspritze für die Verpflichtung neuer Spieler in Aussicht gestellt.

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