Hansa Rostock: Fragezeichen hinter Bülow-Wechsel

Rätselraten über Gründe für Verzögerungen

Markus Thiele und Pavel Dotchev von Hansa Rostock

Herrscht Uneinigkeit zwischen Pavel Dotchev (r.) und seinem Sportchef? ©Imago/Oliver Ruhnke

Bei Hansa Rostock gestaltet sich die Personalie Kai Bülow komplizierter als nach dem ursprünglichen Anschein vermutet. Hinter dem Ende vergangener Woche bereits als praktisch sicher geltenden Wechsel von Abwehrspieler Kai Bülow vom Karlsruher SC zur Kogge stehen unerwartet noch mehrere Fragezeichen.

Da kann ich nicht weiterhelfen. (Hansa-Kandidat Kai Bülow)

Auf der Suche nach den Ursachen für die Verzögerung tappt Bülow selbst im Dunkeln. „Da kann ich nicht weiterhelfen“, zitierte die Bild-Zeitung (Ausgabe vom 17.07.2018) den 32 Jahre alten Defensivspieler aus einem Telefonat.

Auch Bülows Berater Karl Herzog kann bislang wenig zur Klärung der offenkundigen Schwierigkeiten beitragen und rätselt über die Gründe für die Hängepartie. Seinen Angaben zufolge hat sein Klient eine schriftliche Offerte von Rostock angenommen und sollen zwischen den beiden Klubs auch „keine wirklichen Differenzen“ bestehen.

Freigabe für Hansa-Eigengewächs schon bestätigt

Bülows Rückkehr zu seinem Stammverein als Ersatz für den monatelang fehlenden Abwehrchef Oliver Hüsing schien in den vergangenen Tagen schon als nahezu perfekt. Karlsruhes Sportchef Oliver Kreuzer bestätigte bereits sogar in regionalen Medien die Freigabe für den bisherigen KSC-Kapitän aus seinem noch bis 2019 laufenden Vertrag aufgrund eines „längerfristigen Angebotes“ aus Rostock.

Die offenkundigen Probleme beim Vollzug des Transfers lösen zwangsläufig Spekulationen über die Hintergründe aus. Die Bild mutmaßte am Dienstag, dass entweder Karlsruhe wider Erwarten eine von den Hanseaten abgelehnte Ablöse fordern oder in Rostock Sportvorstand Markus Thiele die Verpflichtung nicht mit Trainer Pavel Dotchev abgestimmt haben könnte.

Während Thiele am zurückliegenden Wochenende in Sachen Bülow schon über ein „passendes Gesamtpaket“ sprach, gab sich Dotchev bei dem Thema zuletzt jedenfalls ungewohnt zugeknöpft. Zum Bülow-Transfer wollte der Bulgare keine Stellungnahme abgeben und verwies für weitergehende Informationen an Thiele.

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