Hansa Rostock: Härtel moniert Rückfall

Wechsel in der Startelf verpuffen

Jens Härtel von hansa Rostock

Jens Härtel geht hart mit seiner Mannschaft ins Gericht. imago images/Eibner

Dass es am Sonntag  nur 2:0 für den FCK hieß, machte nicht nur Hansa Rostocks Trainer Jens Härtel am Schlussmann des FCH fest. Ein erneut starker Markus Kolke war tatsächlich der einzige Lichtblick in einer schwachen Mannschaft.

„Das war ein Rückfall in alte Zeiten. Wir müssen ganz schnell den Schalter umlegen.“, wird Härtel in der „Bild“ (Ausgabe vom 25.11.2019) zitiert. Diese Art von Rückfall – schwache Zweikampfführung, mutloses Aufbauspiel – konnte man allerdings schon in den letzten beiden Partien, vor allem dem 1:3 gegen Jena festmachen.

Erinnerung an Vorsaison

Die von Härtel angesprochenen „alten Zeiten“ bezogen sich wohl auf den Saisonbeginn mit nur einem Sieg aus sechs Spielen, doch es drängt sich eher die Parallele zur Vorsaison auf. Auch in der letzten Hinserie fehlte es der „Kogge“ über weite Strecken etwas zu sehr an Konstanz, um dauerhaft in die Aufstiegsrängen zu kommen, doch die Chance wurde bis in den November hinein gewahrt.

Dann folgten vor Weihnachten fünf Spiele mit nur zwei Punkten, der Rückstand auf Platz drei wuchs auf zehn Zähler an und der Aufstieg war abgehakt. Im Winter kam schließlich die Trennung von Pavel Dotchev, wenn auch nicht aus rein sportlichen Gründen. Jens Härtel übernahm damals.

Will der 50-Jährige demselben Schicksal entgehen, muss tatsächlich „der Schalter umgelegt werden“. Versucht hatte er das selbst mit personellen Veränderungen, die aber keinen Erfolg hatten. John Verhoek strahlte als einzige Spitze keine Gefahr aus, die Dreier- oder Fünferkette funktionierte ebensowenig.

Kapitän Julian Riedel, erstmals nach seiner Verletzung wieder in der Startelf, ließ sich beim zweiten Lauterer Tor wie die Nebenleute von Florian Pick austanzen, räumte in der „Bild“ selbst ein: „Wenn man nicht in die Zweikämpfe kommt, sieht man eben schlecht aus.“

Dass Härtel Riedel und Verhoek eine Chance gab, kann ihm kaum zum Nachteil ausgelegt werden, schließlich musste nach den jüngsten Niederlagen eine Veränderung her. Die Wechsel im Laufe des Spiels waren allerdings fragwürdig. So kam mit Pascal Breier zwar eine zweite Spitze, musste aber am Flügel ran. Korbinian Vollmann für Aaron Opoku war der Austausch eines offensiven Mittelfeldspielers für einen anderen.

Den Würzburger Kickers wird  im Heimspiel am Samstag jedenfalls mit einer deutlich mutigeren Ausrichtung begegnet werden müssen, sollen sich „alte Zeiten“ nicht nochmal wiederholen.

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