Hansa Rostock: Hinrunde für Willi Evseev gelaufen

Pavel Dotchev zieht die Notbremse

Hansa Rostock muss bis zum Jahresende auf Willi Evseev verzichten.

War verletzungsbedingt in dieser Saison noch kein Faktor in Rostock: Willi Evseev (r.). ©Imago/foto2press

Lediglich 84 Minuten, verteilt auf vier Einsätze, kann Hansa Rostocks Willi Evseev in dieser Saison bislang vorweisen. Es werden vorerst keine weiteren hinzukommen, für den Mittelfeldspieler ist das Fußballjahr 2018 vorzeitig beendet.

„Nach Absprache mit den Physios nehmen wir Willi bis Jahresende aus dem Mannschaftstraining. Er soll Muskeln aufbauen, damit ich in der Rückrunde etwas von ihm habe“, sagte Trainer Pavel Dotchev der Bild (Ausgabe vom 20.11.2018).

Lange Pause birgt Chance und Risiko

Muskelfaserriss, Zerrung, Schlüsselbeinbruch, Außenbandanriss, erneute Probleme mit dem Schlüsselbein, Knieprellung und Knieprobleme – seine Krankenakte seit dem Wechsel aus Nürnberg im Sommer 2017 liest sich wie das Semester-Pensum eines Medizinstudenten.

Die erneut lange Ausfallzeit birgt neben der Chance, sich vollständig auszukurieren und den Körper auf die Rückrunde vorzubereiten, aber auch das Risiko, den Anschluss zu verlieren. Dotchev lässt bevorzugt in einem 4-4-2 mit Doppelsechs spielen, in dem das offensive Mittelfeld – Evseevs angestammter Platz – gar nicht erst vorgesehen ist.

Zumal sich Merveille Biankadi (drei Tore, eine Vorlage) auf dem linken und Marcel Hilßner (ein Tor, vier Vorlagen) auf dem rechten Flügel in den letzten vier Spielen in den Vordergrund spielten und Hansa damit bis auf den vierten Tabellenplatz führten.

Hat die Pause Einfluss auf die Transferphase?

Sportvorstand Markus Thiele kündigte bereits an, im Winter personell nachlegen zu wollen und kündigte neben einem defensiven auch einen offensiven Spieler an. In Anbetracht der Situation um Evseev scheint es nicht abwegig, dass Hansa dabei im offensiven Mittelfeld die Augen offen hält, um sich qualitativ und quantitativ für die Rückrunde aufzustellen.

Schließlich soll ein ähnliches Szenario wie im Vorjahr verhindert werden. Die „Kogge“ war lange ein Kandidat um einen der Aufstiegsplätze, konnte eine gute Hin- in der Rückrunde aber nicht bestätigen und musste so anderen Klubs den Vortritt lassen.

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