Hansa Rostock: Teamcheck 2018/19

Analyse & Prognose zur neuen Saison

Jubeltraube von Hansa Rostock

Kann der FC Hansa in dieser Saison endlich den Aufstieg feiern? ©Imago/Eibner

Hansa träumte lange vom Aufstieg, musste dann aber im März nach einer Sieglos-Serie abreißen lassen. Fußballerisch waren die Leistungen aber durch die Bank in Ordnung, sodass Trainer Pavel Dotchev in der neuen Saison auf einer guten Basis aufbauen kann.

Dementsprechend offensiv geht der Trainer-Fuchs mit den Zielstellungen um: Der Weg soll schnellstmöglich in die 2. Bundesliga führen, unabhängig von der starken Konkurrenz aus Kaiserslautern, Braunschweig und Wiesbaden.

Kader & Transfers

Eigentlich sollte der Umbruch in diesem Jahr kleiner ausfallen, doch dann wurden aus verschiedenen Gründen doch wieder viele Spieler verabschiedet, die auch ersetzt werden mussten. Inzwischen sind bis auf die Linksaußenposition, für die zuletzt Marcel Holzmann vorspielen durfte, alle Lücken gefüllt. In diesen Tagen wurde für die Innenverteidigung, wo Oliver Hüsing länger ausfallen wird, der Ex-Hansa-Spieler Kai Bülow unter Vertrag genommen.

Ebenfalls lange fehlen wird Keeper Eric Gründemann, der nach dem Leih-Ende von Janis Blaswich und dem Wechsel von Kai Eisele gute Chancen auf dem Stammplatz im Tor hatte. Dafür wurde Alexander Sebald von Austria Lustenau ausgeliehen. Mit Ioannis Gelios vom FC Augsburg ist das Tor dann wieder zweifach besetzt.

Ansonsten wird vor allem Bryan Henning fehlen. Neue Dynamik im Mittelfeld soll nun vor allem der Ex-Erfurter Merveille Biankadi einbringen. Auch im Angriff wurde kräftig nachgebessert: Marco Königs aus Würzburg ist ein echter Strafraumspieler, während Cebio Soukou mehr über außen kommt.

Die aktuelle Form

Die Generalprobe gegen den dänischen Zweitligisten Hvidovre gelang mit einem starken 3:0. Davor wurden etliche unterklassige Teams mit Kantersiegen überrollt und der Vorjahres-Absteiger Rot-Weiß Erfurt mit 2:1 geschlagen. Nur dem FC Helsingor musste man sich mit 0:1 geschlagen geben. Vor allem die wuchtige Angriffsreihe Soukou-Königs-Breier zeigte sich in guter Verfassung.

Stärken & Schwächen

Die Abwehr stand fast immer gut und auch spielerisch löste Hansa viele Situationen gut, konnte auch mit den stärksten Teams mithalten. Bevor die Pleiten-Serie anfing, hatte man gerade Magdeburg 1:0 geschlagen.

Problemzone war vor allem der Sturm. Mit nur 48 Toren hatte Rostock sogar ein Tor weniger als die extrem defensiv ausgerichteten Karlsruher. Kein Team oberhalb von Platz 15 hatte weniger Treffer markiert. Die Hoffnungen ruhen auf Marco Königs und Cebio Soukou, die für mehr Durchschlagskraft sorgen sollen, und das in den Testspielen auch umsetzten.

Pavel Dotchev von Hansa Rostock

Pavel Dotchev hat seine Ziele ehrgeizig formuliert. ©Imago

Der Trainer

Der gebürtige Bulgare blickt nun schon auf 15 Jahre Trainererfahrung zurück, in 190 Spielen stand er alleine in der 3. Liga an der Seitenlinie. Er kennt die Liga also in- und auswendig, weiß sowohl die Gegner, als auch das Leistungsvermögen des eigenen Teams sehr gut einzuschätzen. Wenn er also öffentlich vom Aufstieg mit Hansa spricht, sollte man hellhörig werden.

Das Umfeld, insbesondere die starke Fan-Basis, erwartet allerdings auch die möglichst baldige Rückkehr in die 2. Bundesliga. Mit Aue und Paderborn konnte Dotchev dieses Ziel bereits erreichen, bei Hansa ist der Druck nun groß, es erneut zu schaffen.

Die mögliche Startelf

Hansa wird wohl wie in der letzten Saison in einem 4-3-3 bzw 4-2-3-1 zu erwarten sein. Gesetzt ist Außenverteidiger Vladimir Rankovic, sein Pendant links könnte für eine offensivere Ausrichtung nun Lukas Scherff werden. Pascal Breier scheint fortan auf dem Flügel eingeplant zu sein, während Marco Königs dann das Sturmzentrum besetzen würde.

Die voraussichtliche Startelf: Ioannis Gelios – Vladimir Rankovic, Kai Bülow, Julian Riedel, Lukas Scherff – Merveille Biankadi, Stefan Wannenwetsch, Mirnes Pepic – Pascal Breier, Marco Königs, Cebio Soukou

Fazit & Prognose

Dotchevs Ziele sind nicht zu hoch gesteckt, doch der Kampf um die vorderen Plätze wird brutal. Schlägt Marco Königs im Sturm ein und hält sich das Verletzungspech für den Rest der Saison in Grenzen, trauen wir Hansa zu, bis zum Schluss zumindest um die Relegation mitzuspielen.

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