Hansa Rostock verpasst eigene Zielsetzung

Beinlich: "Deswegen stehen wir da, wo wir stehen."

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Sonntag, 09.02.2020 | 08:30
Alexander Fuchs am Ball gegen Hansa Rostock

Unterhaching (hier: Alexander Fuchs) war zu effektiv für die Kogge. ©Imago images/Eibner

Die Marschrichtung vor dem Spiel gegen die SpVgg Unterhaching war klar: Wenn noch etwas in Richtung Aufstiegsplätze möglich sein sollte, musste gegen die Münchner Vorstädter ein Sieg her, nicht nur Maximilian Ahlschwede machte das deutlich.

Nach der schön herausgespielten 1:0-Führung in der 60. Minute war der „Dreier“ dann tatsächlich zum Greifen nah – doch der FCH gab wie schon im vorletzten Heimspiel gegen den CFC eine Führung und damit den Sieg aus der Hand.

Das tat der guten Stimmung im Ostseestadion natürlich einen Abbruch. Unter den Zuschauern war auch Stefan Beinlich, seines Zeichens Leiter des Nachwuchsleistungszentrums und Publikumsliebling. Er konstatierte, wieso es nicht zum angepeilten Sieg gereicht hat: „Wir haben uns ein bisschen zurückgezogen“, so Beinlich am NDR-Mikrofon über die Zeit nach dem Führungstreffer. Der FCH sei außerdem „nicht mehr ganz so in die Zweikämpfe gekommen.“

Wochen der Wahrheit

Mit vier Punkten aus drei Spielen ist der FCH auch nach der Winterpause nur Ligadurchschnitt, obwohl nach dem Auftakt-Sieg gegen den Halleschen FC eine gewisse Euphorie nicht unberechtigt war. Dass Hansa Rostock diesen Schwung nicht mitnahm, ist allerdings typisch für die Saison der Kogge und auch Beinlich macht diesen Faktor als einen der Haupt-Kritikpunkte bei den Rostockern aus: „Deswegen stehen wir da, wo wir stehen.“

Das ist momentan Platz elf, die Würzburger Kickers haben heute noch die Chance, vorbeizuziehen. Der Rückstand auf Platz drei beträgt weiterhin acht Punkte. Bedenkt man die Aussagen vor dem Spiel, können die Aufstiegsränge nach dem verpassten Sieg gegen Haching nicht das Ziel sein.

Vielmehr warten auf die Kogge nun die Wochen der Wahrheit, wo es angebracht ist, von Spiel zu Spiel zu schauen: Zunächst geht es gegen die SG Sonnenhof Großaspach –  gegen den Dorfklub gewann der FCH in elf Drittliga-Duellen erst einmal.

Gegen den folgenden Gegner aus Ingolstadt konnte die Kogge überhaupt noch nie gewinnen und auch gegen den SC Preußen Münster, zu dem es am 26. Spieltag geht, ist die Bilanz mit nur fünf Siegen bei sieben Niederlagen in 15 Duellen leicht negativ.

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