Hansa Rostock vorerst wieder mit Viererkette?

Reinthaler-Verletzung sorgt für Engpass

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Mittwoch, 02.12.2020 | 09:32
Jan Löhmannsröben nimmt Tempo auf.

Jan Löhmannsröben ist eine Alternative für die Innenverteidigung, allerdings im defensiven Mittelfeld gesetzt. ©imago images/Christian Schroedter

Einen November ohne Sieg konnte Hansa Rostock im letzten Anlauf gerade noch verhindern. So mischt die „Kogge“ weiterhin oben mit, kann durch einen Sieg im Nachholspiel über Türkgücü München sogar noch auf den Relegationsplatz springen. Etwas Kopfzerbrechen dürfte Trainer Jens Härtel allerdings seine Aufstellung für den heutigen Mittwoch bereiten.

Nachdem sich die Verletzung von Max Reinthaler als Sehnenanriss herausgestellt hat, wird der Innenverteidiger Hansa rund zehn Wochen fehlen. Härtel stehen somit in Person von Julian Riedel und Sven Sonnenberg sowie dem vom linken zum zentralen Verteidiger umfunktionierten Damian Roßbach nur noch drei Alternativen zur Verfügung.

Dünne Personaldecke in der Innenverteidigung

Jan Löhmannsröben kann und wurde bereits als zentrales Glied einer Dreierkette aufgeboten, ist bislang aber im defensiven Mittelfeld als Absicherung an der Seite von Bentley Baxter Bahn gesetzt. Auch wenn der kampfstarke Abräumer zum Kandidatenkreis für die letzte Defensivreihe vor Torhüter Markus Kolke zählt: Die Personaldecke für den ohnehin engen Spielplan – dem zudem eine klassische Winterpause zur Regeneration fehlt – erscheint arg dünn, um dauerhaft auf eine Dreierkette zu setzen.

Härtel wich so bereits beim 2:0 über die FC Bayern U23 auf eine Viererkette aus. Personal für die Außenbahnen steht ausreichend zur Verfügung, so dass hier rotiert werden kann. Gleiches gilt für die Innenverteidigung, wo Härtel aus dem eingangs erwähnten Trio immer einem Spieler eine Pause zugestehen kann.

Sollte das Verletzungspech erneut im defensiven Zentrum zuschlagen oder Spieler gesperrt fehlen, könnte erneut Löhmannsröben einspringen und auf der „Sechs“ von Björn Rother ersetzt werden. Auch das gegen die „kleinen Bayern“ in die Startelf beorderte Eigengewächs Oliver Daedlow stellt eine Alternative dar. So scheint auch der Plan der Verantwortlichen aufzugehen, bei der Kaderzusammenstellung auf Flexibilität zu achten.