Hansa Rostock: Was wurde aus den Abgängen 2019?

Amaury Bischoff, Merveille Biankadi & Co.

Amaury Bischoff im Spiel gegen Zwickau.

Für Hansa Rostock lief Amaury Bischoff in 64 Pflichtspielen auf. ©imago images/Picture Point

An große personelle Veränderunge im Sommer ist Hansa Rostock gewöhnt, auch vor der laufenden Saison war das nicht anders. 16 Spieler gingen bei der „Kogge“ von Bord, darunter auch Amaury Bischoff. Der Portugiese wechselte zu Regionalliga-Aufsteiger Bahlinger SC.

„Die Stadien, die Fans und auch die Infrastruktur kann man nicht vergleichen“, ist eine Klasse tiefer am Kaiserstuhl alles etwas kleiner als zuvor an der Ostsee, wie er im Gespräch mit Liga-Drei.de verrät. Das Saisonziel ist daher auch schlicht und ergreifend „nicht abzusteigen“. Bei aktuell acht Punkten Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz befindet sich der BSC im Soll, Bischoff trug in zwölf Einsätzen zu diesem Erfolg bei.

Auswärts weiter dabei

Sehr intensiv ist trotz der Entfernung noch die Bindung zu Hansa, bei deren Auswärtsspielen im süddeutschen Raum die Chance groß ist, Bischoff persönlich zu treffen. „Ich war beim Sieg in Mannheim dabei, beim Spiel in Kaiserslautern werde ich versuchen, hinzugehen“, kündigt er seinen Besuch auf dem Betzenberg an. 

So verfolgt er das Geschehen rund um Rostock noch sehr intensiv und traut seinem Ex-Klub zu, „dass sie bis zum Ende vorne mitspielen“. Diese Hoffnung ist im Trainer an der Ostsee begründet. „Jens Härtel weiß ganz genau, wie man in die 2. Bundesliga aufsteigt. Er hat etwas Zeit gebraucht, aber jetzt ist er voll drin“, gibt’s ein Lob für seinen Ex-Coach.

Was Rostock an Fans hat, ist Bundesliga-tauglich. (über die Hansa-Fans)

Auch nicht hinter dem Berg hält der 32-Jährige mit seiner Bewunderung der Hansa-Fans. „Was Rostock an Fans hat, ist Bundesliga-tauglich. Das ist einfach Wahnsinn, was die Fans abliefern“, haben die zweieinhalb Jahre bei ihm Spuren hinterlassen.

Sollte Bischoffs Prognose, dass die Kogge bis zum Schluss oben mitspielt, eintreffen und der ganz große Wurf bevorstehen, verspricht er ein Wiedersehen mit den Fans: „Wenn Hansa am letzten Spieltag den Aufstieg schafft, habe ich nichts dagegen, mit den Fans auf der Tribüne zu feiern.“

Oliver Hüsing hat sich in der Heidenheimer Startelf festgespielt. ©imago images/Picture Point

Die übrigen Abgänge:

Merveille Biankadi
Der Flügelstürmer wechselte nach Heidenheim in die 2. Liga, sucht dort aber noch nach seiner Form. Nur bei einem seiner sechs Einsätze stand er in der Startelf, durchspielen durfte er noch nicht. Da der FCH des Südens mit vier ungeschlagenen Partien in Folge auf den vierten Tabellenplatz kletterte, muss sich Biankadi vorerst hintenanstellen und im Training anbieten.

Ioannis Gelios
Nach einem Jahr in Rostock ging es für den Torhüter nach Kiel. Dort musste sich der ehemalige griechische U-Nationalspieler zuerst mit der Rolle der Nummer zwei hinter Dominik Reimann begnügen, verdrängte diesen jedoch ab dem 7. Spieltag. Seitdem stand er in sieben Partien zwischen den Pfosten und spielte dabei zwei Mal zu Null. Auch für die „Störche“ ging es in der Folge in der Tabelle nach oben.

Oliver Hüsing
Vor Biankadi zog es mit Hüsing bereits einen Hansa-Akteur auf die Ostalb. Nach einer persönlichen Durstrecke, zwischen dem 5. und dem 9. Spieltag kam er nur zu einer Einsatzminute, spielte sich der 26-Jährige wieder in der Innenverteidigung fest und half dort mit, dass Heidenheim in den letzten vier Partien nur ein Gegentor hinnehmen musste.

Vladimir Rankovic
Der auslaufende Vertrag des Rechtsverteidigers wurde nach zwei Jahren im Hansa-Dress nicht verlängert, einen neuen Klub hat Rankovic noch nicht gefunden.

Frederik Lach
Erst im Sommer verpflichtet, war rund zwei Monaten später wieder Schluss: Der Vertrag zwischen Lach und Hansa wurde aufgelöst. Kurze Zeit später unterschrieb der Verteidiger beim SC Verl, mit dem er Ende Oktober im DFB-Pokal für ein Ausrufezeichen sorgte, als der Regionalligist Kiel in der 2. Runde bezwang. Lach stand dabei über 120 Minuten auf dem Platz, in der Liga kommen fünf weitere Einsätze hinzu.

Willi Evseev
Der zentrale Mittelfeldspieler blieb in Liga drei und schloss sich dort dem SV Meppen an. Bei den Emsländern ist Evseev gesetzt, stand bei zwölf seiner 13 Einsätze in der Startformation und zog dabei die Fäden im Mittelfeld, wie drei Torvorlagen untermauern. Die Rückkehr des lange verletzten Kapitäns Thilo Leugers wird jedoch für Konkurrenz sorgen.

Marcel Hilßner
Für den Standard-Spezialisten ging es mit Paderborn in die 1. Bundesliga, dort kommt Hilßner aber nicht zum Zug und schaffte es bislang kein einziges Mal in den Spieltagskader. Stattdessen lief er zehn Mal für die zweite Mannschaft auf, die im Tabellenmittelfeld der Oberliga Westfalen steht. Dabei gelangen ihm drei Treffer und ein Assist.

Cebio Soukou
Mit der Arminia schwimmt der Angreifer auf der Erfolgswelle und führt die Tabelle der 2. Liga an. Auf dem rechten Flügel liefert er sich mit Jonathan Clauss ein Duell um die Position in der Startelf, das er bislang sechs Mal gewann. Reibt sich für die Mannschaft auf und hat mit einem Tor in zehn Einsätzen noch etwas Nachholbedarf im Vergleich zum Vorjahr, als ihm zehn Treffer gelangen.

Johann Berger
Das Eigengewächs kam im Vorjahr überwiegend in der zweiten Mannschaft zum Einsatz, nur zwölf Drittliga-Minuten stehen in seiner Statistik. So schloss er sich der Zweitvertretung von Holstein Kiel an, die im oberen Tabellendrittel der Regionalliga Nord rangiert. An der Förde spielte sich der defensive Mittelfeldspieler in der Startelf fest, steht nach 15 Einsätzen bereits bei drei Toren und zwei Vorlagen.

Eric Gründemann
Nachdem der Torhüter einen Großteil der Vorsaison durch einem Kreuzbandriss verpasste, nahm er in der Regionalliga einen neuen Anlauf. Beim Tabellenzweiten der Südweststaffel Elversberg kommt er jedoch nicht an Stammkeeper Frank Lehmann vorbei und bislang nur im Landespokal zum Einsatz.

Del-Angelo Williams
Auch den Angreifer zog es nach Elversberg. Dort kommt Williams zwar regelmäßig zum Einsatz, pendelt jedoch Startelf und Einwechslung. Mit fünf Treffern und drei Vorlagen in 17 Partien konnte er seine Qualitäten rund um den Strafraum trotzdem hinreichend unter Beweis stellen.

Stefan Wannenwetsch
Nach dreieinhalb Jahren an der Ostsee hatte der Mittelfeldspieler das Gefühl, „dass es Zeit für etwas Neues ist“, wie er uns Ende Juli im Interview verriet. Einen neuen Klub fand Wannenwetsch erst Ende September, als er sich dem VfR Aalen anschloss. Dort avancierte der 27-Jährige auf Anhieb zur Stammkraft, stand in allen sieben Partien seit seiner Verpflichtung in der Startelf.

Dirk Orlishausen
Im Sommer hängte der 37-Jähriger seine Handschuhe endgültig an den Nagel. Bereits im Vorjahr agierte er als Torwarttrainer, der für den Notfall – sprich personellen Engpass auf der Position zwischen den Pfosten – bereitstand. Nun konzentriert er sich ganz auf die Aufgabe, das Torwart-Gespann der „Kogge“ zu trainieren.

Guillaume Cros
Im Winter aus Jena verpflichtet, konnte sich der Linksverteidiger an der Ostsee nicht durchsetzen und kam nur drei Mal zum Einsatz. Die Option auf Verlängerung seines Vertrages wurde nicht gezogen, einen neuen Klub hat der Franzose bisher nicht gefunden.

Anton Donkor
Für den pfeilschnellen Angreifer ging es innerhalb der 3. Liga von Rostock nach Jena. Mit dem FCC erlebte Donkor einen katastrophalen Start, zuletzt ging es aufwärts. Beim Sieg über seinen Stammverein erzielte er sein erstes Saisontor, dem er eine Woche später in Köln Treffer Nummer zwei folgen ließ.

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