HFC: Boyd entschuldigt sich für Fehlschüsse

Angreifer selbstkritisch nach vergebenen Chancen

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Mittwoch, 18.11.2020 | 09:36
Terrence Boyd beim HFC

Haderte mit seiner Vorstellung gegen Duisburg: HFC-Angreifer Terrence Boyd. ©Imago images/Picture Point

Am Ende musste Terrence Boyd lachen. „Ich kann mich nur bei der Mannschaft entschuldigen“, so der Angreifer mit Galgenhumor bei MagentaSport. Mehrere sehr gute Einschussmöglichkeiten nutzte der Angreifer in Halbzeit zwei nicht, oder scheiterte an MSV-Torhüter Leo Weinkauf, was die Hallenser letztlich den Sieg in Duisburg kostete.

Dass der HFC am Ende einen Punkt mit nach Hause nahm, lag an einer stabilen Defensive, die zum zweiten Mal in dieser Saison ohne Gegentor blieb und sich damit weiter vom 1:6 gegen 1860 am neunten Spieltag erholte. „Die haben trotzdem die Ruhe ausgestrahlt, die haben den Laden dicht gehalten“, war auch Boyd ob seiner Fehlschüsse glücklich über die gute Abwehr-Leistung seiner Mannschaft. „Halle hat sehr gut gespielt. Das einzige Problem für Halle war, dass sie Terrence Boyd vorne drin hatten“ – konstatiert Boyd.

Serie gerissen

Dabei hatte der Angreifer vor dem Spiel etwas, was für Stürmer so wichtig ist: Einen Lauf. Vier Tore in vier Spielen lieferte Boyd und zeigte sich dabei unter anderem eiskalt. Gegen Hansa Rostock etwa netzte er noch am zehnten Spieltag überlegt ein, es war sein erster Torschuss der Partie und sein erstes Saisontor mit dem linken Fuß.

Ob links oder rechts, gegen den MSV fehlte Boyd allerdings die Ruhe vor dem gegnerischen Gehäuse. Eigentlich kamen die Chancen genau richtig für Boyd, der gerne in der zweiten Halbzeit trifft, drei seiner vier Saisontore zwischen der 61. und 90. Minute erzielte.

Positiv bleibt letztlich festzuhalten, dass sich der HFC die Chancen, die Boyd vergab, herausspielte, woran es in jüngerer Vergangenheit desöfteren haperte. HFC-Trainer Florian Schnorrenberg jedenfalls wollte sich nach dem Spiel „nicht auf Terrence einschießen. Schön, dass er die Möglichkeiten hatte. Er hat schon sehr oft für uns getroffen“.

Boyd selbst geht wie eingangs gesehen kritischer mit sich ins Gericht, hat aber bereits am Samstag die Chance zur Wiedergutmachung. Dann steht die Partie gegen den FCK auf dem Programm. An die Roten Teufel hat Boyd allerdings keine guten Erinnerungen: In den beiden Spielen der Vorsaison gelang ihm kein Torerfolg.