HFC: Durchschlagskraft auch ohne Boyd

Derstroff kommt in Fahrt

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Mittwoch, 16.12.2020 | 09:00
Julina Derstroff (m.) jubelt mit Julian Guttau und Fabian Menig.

Julian Derstroff (m.) scheint in Halle angekommen zu sein. ©imago images/Zink

Nach zwei Niederlagen in Serie hat sich der HFC zurückgemeldet. Auch ohne Top-Torjäger Terrence Boyd setzte sich die Elf von Trainer Florian Schnorrenberg bei Türkgücü durch. Mann des Abends war zweifelsohne Maurice Derstroff, der in der 12. Spielminute die Weichen auf Sieg stellte und später den 3:0-Endstand besorgte.

Während der Torschütze von einem „unheimlich glücklich war“, dass er „dem Team mit zwei Toren helfen konnte“, wie er am Mikrofon von Magenta Sport erklärte, war sein Coach erleichtert, den Ausfall von Terrence Boyd kompensiert zu haben. Halles gefährlichster Angreifer (neun Tore) laboriert an Oberschenkelproblemen, ein Einsatz im abschließenden Pflichtspiel 2020 am Samstag gegen Waldhof Mannheim ist äußerst unwahrscheinlich.

über den Ausfall von Terrence Boyd
„ Es gibt ein gutes Gefühl, dass wir auch mal ein Spiel ohne ihn in dieser Art und Weise gewinnen können ”
HFC-Trainer Florian Schnorrenberg

„Wir wissen alle, wie wichtig Terrence ist, aber es gibt ein gutes Gefühl, dass wir auch mal ein Spiel ohne ihn in dieser Art und Weise gewinnen können“, freute sich Schnorrenberg. Statt des Deutsch-Amerikaners agierte Michael Eberwein als alleinige Sturmspitze, machte seine Sache ordentlich und krönte diesen Auftritt mit seinem zweiten Saisontreffer zum zwischenzeitlichen 2:0.

Nächster Frühstart gegen Mannheim?

Um bei Boyd keinen langfristigen Ausfall zu riskieren, dürfte dieser im Heimspiel gegen Mannheim erneut draußen bleiben und durch Eberwein ersetzt werden. Da Derstroff auch immer besser in Fahrt kommt, die beiden Treffer gegen Türkgücü waren seine Saisontore vier und fünf, dürfte der HFC auch weiterhin offensiv gut aufgestellt sein.

Zumal die beiden frühen Tore eine Schwäche ausnutzen, welche sich beim Waldhof zuletzt eingeschlichen hat. Bei den deutlichen Niederlagen gegen 1860 (0:5) und Unterhaching (1:4) mussten die „Buwe“ jeweils in der Anfangs-Viertelstunde das erste Gegentor hinnehmen und schafften es nicht, den Schock eines frühen Rückstands zu verdauen.