HFC: Sonderlob für Müller

Torhüter tankt Selbstvertrauen vor schweren Aufgaben

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Mittwoch, 25.11.2020 | 09:21
Sven Müller gegen Uerdingen.

Sven Müller hielt seinen Vorderleuten den Sieg in Düsseldorf fest. ©imago images/Brauer-Fotoagentur

Eine Serie von drei Unentschieden am Stück konnte der HFC durchbrechen. Beim 1:0 über den KFC Uerdingen drängte sich natürlich der Verdacht auf, dass Michael Eberwein durch seinen Treffer – ohnehin sein erster im HFC-Dress – der Matchwinner war. Davon wollte der Sommer-Neuzugang aus Kiel allerdings nichts wissen.

„Nach dem 1:0 wurden wir hinten reingedrängt und er hat uns nicht nur ein Mal gerettet“, gab er nach Spielschluss das Lob bei Magenta Sport direkt an Torhüter Sven Müller weiter. „Das war einfach überragend heute“, stellte er mit Blick auf die Leistung des 24-Jährigen fest.

Fünf starke Angriffsreihen vor der Brust

Mit seinen Paraden hielt Müller seinen Vorderleuten den knappen Sieg fest und avancierte nach dem Führungstreffer zum Fels in der Brandung. Somit rechtfertigte der gebürtige Kölner erneut die Entscheidung von Trainer Florian Schnorrenberg nach dem 4. Spieltag, künftig Müller statt dem zuvor gesetzten Kai Eisele das Vertrauen zu schenken.

Doch auch wenn laut Schnorrenberg durch den ersten Sieg nach vier Partien ein Stück weit die Last von ihm und seiner Mannschaft abgefallen ist, bedarf die Defensive in Halle weiterhin Aufmerksamkeit. Mit 19 Gegentoren stellt der HFC die drittschwächste Abwehr der Liga, wobei das deutliche 1:6 bei 1860 München Anfang November diese Statistik logischerweise stark beeinflusst.

Zum zweiten Mal wahrte Müller nun aber die weiße Weste und holte sich damit weiteres Selbstvertrauen, das für die kommenden Aufgaben auch nötig sein dürfte: Der HFC hat nun nämlich einen Fünferpack von offensiv stark bestückten Teams vor der Brust. Angefangen mit einem Heimspiel gegen Viktoria Köln am Samstag, bekommen es Müller und seine Vorderleute anschließend mit den Offensivreihen von Verl, Dresden, Türkgücü und Mannheim zu tun. Damit es aber auch vorne wieder klappt, dürfte Schnorrenberg zusätzlich erleichtert sein, dass auch bei Eberwein der Knoten geplatzt ist.