HFC: Vucur im zweiten Anlauf

Innenverteidiger war schon im Winter Thema

Autor: Simon Thijs Veröffentlicht: Dienstag, 20.10.2020 | 10:15
Stipe Vucur beim FCK

Stipe Vucur bestritt 117 Partien in der 2. Bundesliga. ©Imago images/pmk

Update 10:30 Uhr:
Der HFC hat Stipe Vucur mit einem Vertrag bis Saisonende ausgestattet. „Wir reagieren mit diesem Transfer einerseits auf die aktuelle Verletzungsmisere mit fünf fehlenden Abwehrspielern, andererseits bekommen wir einen gestandenen Profi mit nachgewiesenen Fähigkeiten bei der Organisation und Führung der Defensive hinzu“, erklärt Sportdirektor Ralf Heskamp

Der ursprüngliche Artikel von 9 Uhr:
Der HFC hatte nach der Absage der Partie gegen den MSV Duisburg ein freies Wochenende. Die Spieler konnten vor den anstehenden zwei Spielen in vier Tagen Kraft tanken, die Verantwortlichen wurden dagegen sehr aktiv. Wie die „Bild“ berichtet, steht der Hallesche FC vor der Verpflichtung von Stipe Vucur.

Schon im Winter hatte Lig-Drei.de von Interesse des HFC an Vucur berichtet. Damals stand der Innenverteidiger allerdings noch beim kroatischen Klub Hajduk Split unter Vertrag, bestritt im Trainingslager ein Testspiel gegen den HFC. Inzwischen ist der Österreicher jedoch vereinslos.

Innenverteidigung nur scheinbar überbesetzt

In Deutschland ist der 28-Jährige beileibe kein Unbekannter. 2014/15 lief er für Erzgebirge Aue auf, von dort holte ihn der FCK auf den Betzenberg. Im Trikot der „Roten Teufel“ war der Abwehr-Hüne drei Jahre lang Stammkraft, verließ Kaiserslautern jedoch mit dem Abstieg in die 3. Liga.

In Halle würde Vucur die Auswahl in der Innenverteidigung vergrößern. Mit Sören Reddemann und Lukas Boeder kamen im Sommer zwar bereits zwei Neue zum vorhandenen Duo Jannes Vollert und Niklas Kastenhofer hinzu. Letzterer genießt aber anscheinend nach 13 Einsätzen von Beginn an in der letzten Saison zur Zeit nicht das Vertrauen und spielte noch keine Minute.

Boeder ist nach eine Saison als Innenverteidiger beim MSV Duisburg auf seine alte Position rechts hinten zurückgekehrt, weil Fabian Menig und Tobias Schilk noch nicht einsatzfähig sind. Bleiben Vollert und Reddemann, von denen ersterer nur noch bis Saisonende ausgeliehen ist.

Die Verpflichtung eines weiteren zentralen Abwehrspielers macht daher auch mittelfristig Sinn. Dass Vucur überhaupt unmittelbar eine vollwertige Alternative sein kann, ist nach nur zwei Pflichtspielen in den letzten acht Monaten ohnehin nicht zu erwarten.