HFC: Was wurde aus den Abgängen 2019?

Martin Ludwig, Moritz Heyer & Co.

Martin Ludwig (m) vernascht Nico Hammann.

Martin Ludwig (m.) schlägt seine Haken mittlerweile in der Oberliga. ©imago images/VIADATA

Zehn Spieler kehrten dem HFC im Sommer den Rücken, zwei von ihnen richten mittlerweile den Fokus auf ein zweites berufliches Standbein. Einer von ihnen ist Martin Ludwig. „Ich habe an meine berufliche Ausbildung ein Studium im Bereich Erziehungswissenschaften angeschlossen. Wahrscheinlich werde ich im nächsten Jahr noch Sport als Zweitfach hinzufügen“, verrät er Liga-Drei.de.

Ganz ohne Fußball geht es aber nicht beim 21-Jährigen, der nebenbei für Merseburg in der Oberliga spielt. „Am meisten fehlt mir das tägliche Training“, berichtet er über den Wechsel vom Rasen in in den Vorlesungssaal. „Außerdem fehlt mir die Kulisse, vor der man spielt, von über 10.000 runter auf etwa 500 in der Oberliga“, sind auch die äußeren Bedingungen nun andere.

Extralob für Terrence Boyd

Die Spiele des HFC verfolgt er „hauptsächlich übers Fernsehen“, und das nicht gerade als neutraler Zuschauer: „Ich fiebere aber noch intensiv mit, weil mein bester Freund Niklas (Kastenhofer, Anm. d. Red.) ja noch dort spielt.“

Auch die Entwicklung der Mannschaft hat er noch genau im Blick. „Sie haben viel mehr Optionen, ein anderes Spielsystem zu spielen, Spieler einzuwechseln und die Startelf zu verändern. So ist der HFC vielleicht nicht stärker, aber unberechenbarer“, traut er den ehemaligen Kollegen noch viel zu im weiteren Saisonverlauf.

Ein Extra-Lob gibt es vom Ab- auch für einen Neuzugang, namentlich Terrence Boyd: „Er scheint mir einer zu sein, der immer alles gibt und sich für den Verein zerreißt.“ Im Zugewinn an Mentalität durch den US-Amerikaner sieht Ludwig aber nur ein Puzzlestück, denn auch im Kollektiv sieht er Halle gefestigt: „Alle, die ich noch aus der letzten Saison kenne, haben sich individuell nochmal weiterentwickelt.“ 

Moritz Heyer.

Für Moritz Heyer ging es eine Etage nach oben in die 2. Bundesliga. ©imago images/pmk

Die übrigen Abgänge:

Braydon Manu
Für den Flügelflitzer ging es im Sommer eine Klasse nach oben, er schloss sich Darmstadt 98 an. Seine Zeit am Böllenfalltor steht bislang jedoch unter keinem guten Stern. Während die Lilien nicht wirklich Abstand zwischen sich und die Abstiegsplätze bekommen, bleibt Manu nur die Rolle als Zuschauer: Er schaffte es noch nicht in den Spieltagskader und fällt seit Mitte September mit einem Knochenödem aus.

Niclas Fiedler
Nach acht Einwechslungen im HFC-Dress zog es den 21-Jährigen im Sommer zurück in die zweite Mannschaft von Carl Zeiss Jena. Die Entscheidung für die Oberliga war auch eine für sein Studium, in Jena hat er sich für Medizintechnik eingeschrieben.

Marvin Ajani
Der 26-Jährige wechselte zu Aufsteiger Wehen Wiesbaden, ist in der 2. Liga aber noch nicht nachhaltig angekommen. Sechs Partien bestritt Ajani bisher für die Hessen, fiel zwischenzeitlich aber auch mit einem Muskelfaserriss fast einen Monat aus. Sieht sich seit der Verpflichtung von Stefan Aigner zusätzlich starker Konkurrenz ausgesetzt.

Fynn Arkenberg
In Halle kam der im Nachwuchs von Hannover 96 ausgebildete Defensiv-Allrounder nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus und entschied sich daher für den Gang in die Regionalliga. Beim SV Rödinghausen in der Weststaffel empfahl sich Arkenberg über Einwechslungen für die Startelf und ist dort seit Mitte September gesetzt.

Moritz Heyer
Spielte ein starkes Jahr in Halle und knüpft daran nun in Osnabrück an. Beim Aufsteiger verpasste Heyer bisher keine einzige Minute in der 2. Liga, genießt das Vertrauen von Trainer Daniel Thioune und erzielte gegen Regensburg seine ersten beiden Treffer. Überzeugte als Innenverteidiger genauso wie zuletzt im zentralen und defensiven Mittelfeld.

Davud Tuma
Offensiv variabel einsetzbar ging es für den 23-Jährigen zu Aufsteiger Chemnitz. Nach drei Torbeteiligungen an den ersten fünf Spieltagen bremste ihn ein Handbruch, seitdem muss er regelmäßig auf der Bank Platz nehmen und sich bei Trainer Patrick Glöckner über Einwechslungen für mehr empfehlen.

Christian Tiffert
Trainiert wird Tuma nun unter anderem auch von Christian Tiffert. Der 37-Jährige kehrte Ende Januar in seine Geburtsstadt Halle zurück, war jedoch nicht die erhoffte Verstärkung. Im Sommer beendete er seine aktive Karriere, Ende September heuerte er als Co-Trainer beim Chemnitzer FC an, der seitdem den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze wiederherstellen konnte.

Maximilian Pronichev
Nachdem die Leihe von seinem Stammverein Hertha BSC nach Aue im Winter vorzeitig beendet wurde, verbrachte Pronichev die Rückrunde beim HFC. Dort konnte sich der Angreifer nicht nachhaltig empfehlen und wurde nach seiner Rückkehr in die Hauptstadt zur zweiten Mannschaft abgegeben. Dort läuft es wieder für den 21-Jährigen, nach 13 Einsätzen in der Regionalliga steht er bereits bei sieben Treffern.

Kilian Pagliuca
Mit Jena kämpft sich Pagliuca nach verkorkstem Saisonstart wieder ran, auch wenn der Rückstand auf das rettende Ufer gewaltig ist. Nachdem er zwischenzeitlich in die Oberliga-Mannschaft verbannt wurde, ist er nach dem Trainerwechsel von Lukas Kwasniok zu Rico Schmidt im Angriff gesetzt und trug in den letzten vier Partien mit einem Tor und zwei Vorlagen zum Aufschwung bei.

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