HFC: Zweikampf im Tor geht weiter

Schnorrenberg befeuert Konkurrenzkampf

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Dienstag, 22.09.2020 | 13:47
Kai Eisele im Test gegen Greuther Fürth.

Kai Eisele hat im Kampf um das HFC-Tor aktuell die Nase vorne. ©imago images/Zink

Beim Derbysieg über Magdeburg erlebte Kai Eisele im Tor des HFC über weite Strecken einen ruhigen Nachmittag. Wenn der Schlussmann gebraucht wurde – wie beim Abschluss von Kai Brünker aus sehr kurzer Distanz im zweiten Durchgang – war er da. Dass der 25-Jährige aber überhaupt zwischen den Pfosten stand, war zuvor nicht in Stein gemeißelt.

Der aus Karlsruhe verpflichtete Sven Müller hat ebenso Ambitionen auf einen Stammplatz und soll Druck ausüben. Trainer Florian Schnorrenberg entschied sich trotzdem für Eisele, da „er zwei Jahre die Nummer eins war, den Rhythmus der dritten Liga kennt und deshalb einen kleinen Vorsprung hat“, wie er gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung verriet.

über den Konkurrenzkampf im Tor
„ Kai kann seinen Vorsprung mit Leistung untermauern. ”
HFC-Trainer Florian Schnorrenberg

Mit der Vorstellung von Eisele dürfte er zwar zufrieden sein, durch den Sieg ohne Gegentor ist dessen Stammplatz aber keinesfalls unumstößlich festgelegt. „Kai kann seinen Vorsprung mit Leistung untermauern“, will er den Konkurrenzkampf nicht vorzeitig für beendet erklären.

Ein Vorsprung für Eisele bedeutet im Umkehrschluss einen Rückstand für Müller, der diesen durch ansprechende Trainingsleistungen aufholen kann. Der 24-Jährige konnte die Verantwortlichen im Probetraining von sich und seinen Fähigkeiten überzeugen, eine „neue Konkurrenzsituation“ kündigte Sportdirektor Ralf Heskamp bei der Verpflichtung bereits an.

Eisele gegen Ingolstadt in der Pole Position?

Diese ist nun eingetreten. Durch den bewussten Verzicht auf eine Ernennung von Eisele als klare Nummer Eins hält Schnorrenberg so die Anspannung beim Duo hoch. Müller – der in Karlsruhe erst nicht an Benjamin Uphoff vorbeikam und dann mit einem Bandscheibenvorfall lange fehlte – soll weiter Druck machen, Eisele durch diesen Druck noch weiter zulegen.

Eine Win-Win-Situation für den Coach, der nach den Eindrücken der Magdeburg-Partie aber wohl auch gegen Ingolstadt auf Eisele setzen wird. Gegen die „Schanzer“ dürfte im Vergleich zum Derby auch mehr Arbeit auf seinen Torhüter zukommen, ein ruhiger Nachmittag erscheint gegen den offensiv stark besetzten FCI eher unwahrscheinlich.