Karlsruher SC: Der Liga-Drei Teamcheck

Bejubelt der Wildpark den direkten Wiederaufstieg?

FINK und Stroh-Engel, neue Stürmer beim Karlsruher SC

Anton Fink und Dominik Stroh-Engel bereichern den KSC in der kommenden Saison. ©Imago/Jan Huebner

Einige Spieltage vor Schluss stand in der abgelaufenen Saison bereits der Karlsruher Abstieg aus der 2. Bundesliga fest, die Planungen für die neue Spielzeit in der 3. Liga wurden früh aufgenommen. Zum Start geht es am Freitag gegen den VfL Osnabrück.

Doch wie wird sich die Elf von Trainer Marc-Patrick Meister zum Start und in den übrigen 37 Partien präsentieren? Wir haben den KSC einem Teamcheck unterzogen, am Ende geben wir anhand von festgelegten Kategorien eine Prognose ab.

Der Kader

„Tabula Rasa“ – dieses Motto dürfte auf die personellen Veränderungen im Wildpark zutreffen. Mit Ausnahme von wenigen Akteuren, die bereits mit dem KSC in der 2. Bundesliga unterwegs waren, gehen die Karlsruher mit neuem Personal in die Spielzeit.

Dabei schaffte es der KSC, eine Mischung aus erfahrenen und jungen, talentierten Akteuren an sich zu binden. Daniel Gordon, Dominik Stroh-Engel, Anton Fink, Kai Bülow oder David Pisot auf der einen, Marvin Wanitzek, Alexander Siebeck oder Jonas Föhrenbach auf der anderen Seite. Der Kader könnte zum Trumpf des KSC werden.

Fast jede Position ist dabei doppelt besetzt, lediglich einen gelernten Rechtsaußen kann die Spielerliste derzeit nicht aufweisen. Sollte Matthias Bader den Verein noch verlassen, stünden mit Burak Camoglu oder Pisot zwei neue Spieler für die Position des Rechtsverteidigers bereit.

Die aktuelle Form

In der Vorbereitung konnte der neu formierte KSC bereits erste Erfolge feiern. Die Generalprobe gelang durch einen 2:1-Sieg gegen Eintracht Braunschweig, die anderen beiden Partien gegen ambitioniertere Gegner endeten mit einer Niederlage. Gegen Duisburg gab es ein 2:3, Ingolstadt behielt mit 1:0 die Oberhand. Die weiteren vier Spiele entschied der KSC für sich.

Stärken & Schwächen

Sorgen, dass die Offensive wie in der vergangenen Spielzeit hinter den Anforderungen zurückbleibt, sollten die Fans angesichts der erwähnten personellen Verstärkungen nicht haben. Dennoch zählte der KSC-Angriff auch in der Spielzeit zuvor nicht zu den stärksten der Liga, 2015/16 waren es 35 Saisontore.

Die vergangene Spielzeit in der 2. Bundesliga dient sicherlich nicht als Bewertungsmaßstab für die anstehende Runde, dennoch gibt es einige Aspekte, an denen Meister mit seinem Team ansetzen könnte. So konnte der KSC lediglich in sechs Spielen im ersten Spielabschnitt in Führung gehen, 15-mal geriet das Team hingegen vor dem Pausentee in Rückstand.

Besonders anfällig präsentierte sich die Abwehr in der Viertelstunde vor dem Seitenwechsel, elf Gegentore mussten die Karlsruher in dieser Spielphase hinnehmen. Gleiches gilt für die Schlussviertelstunde, in den 15 Spielminuten vor dem Abpfiff wurden sogar 12 gegnerische Treffer verbucht.

Marc-Patrick Meister, Trainer beim KSC

Marc-Patrick Meister will den KSC wieder eine Etage nach oben führen. ©Imago/foto2press

Der Trainer

Marc-Patrick Meister betreute die Elf bereits in den letzten sieben Spielen der vergangenen Spielzeit und trat damit die Nachfolge von Mirko Slomka an, unter dem Meister als Co-Trainer tätig war. Im Schnitt holte Meister jedoch lediglich 0,43 Punkte pro Partie.

In seiner Vita verlief es in diesem Hinblick jedoch bereits deutlich besser. Mit der U17 der Badener sammelte er pro Spiel durchschnittlich 1,77 Punkte, mit der U19 von Borussia Dortmund waren es 1,67 Punkte. Zuvor war der 36-Jährige zudem im Nachwuchsbereich des Hamburger SV aktiv.

Die mögliche Startelf

Der KSC dürfte in einem 4-4-2 oder 4-2-3-1 agieren. In vorderster Front scheint Anton Fink gesetzt, der bei Bedarf auch als zentraler Spieler in die offensive Dreierkette rücken kann. Im Sturm steht mit Stroh-Engel ein erfahrener Akteur bereit.

Marc Lorenz und Burak Camoglu sind heiße Kandidaten für die beiden Außenbahnen. Optionen stellen jedoch auch Florent Muslija und Fabian Schleusener dar, auch Marvin Wanitzek und Alexander Siebeck stehen bereit. Beide Akteure dürften jedoch eher für die zentrale Position eingeplant sein.

Bülow und Hofmann scheinen das neue Duo im defensiven Mittelfeld, in der Innenverteidigung bilden Gordon und Pisot das Gespann. Mögliche Startelf: Uphoff – Föhrenbach, Gordon, Pisot, Bader – Hofmann, Bülow – Lorenz, Camoglu – Fink, Stroh-Engel

Fazit

Wenn es nach dem Kader geht, dann hat Karlsruhe große Chancen, nach nur einem Jahr Abwesenheit wieder in die 2. Bundesliga zurückzukehren. Einige neue Akteure kennen den KSC bereits aus vergangenen Tagen, die Integration dürfte somit schneller ablaufen.

Sollte sich Meister für Fink (113 Treffer) und Stroh-Engel (54) im Angriff entscheiden, würden zwei der neun erfolgreichsten Drittliga-Torschützen der Historie zusammen auf dem Platz stehen. Diese Erfahrung ist ein klarer Vorteil, zumal die jungen Spieler davon stark profitieren werden.

Prognose (anhand festgelegter Kategorien): Hoch geht’s

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