Karlsruher SC: Pokalgegner Pforzheim leistet viel

Beim CfR geht es um mehr als nur Fußball

Dominik Salz vom CfR Pforzheim

Dominik Salz (l.) gehört zu den angeschlagenen Pforzheimern vor dem Finale gegen den KSC. ©Imago/Eibner

Das Finale im BFV-Pokal am Montag zwischen dem KSC und dem CfR Pforzheim (Anstoß: 12:30 Uhr live in der Konferenz auf ARD) ist ein besonderes: Hier geht nämlich der Oberligist als Favorit ins Spiel gegen den Drittligisten. Möglich macht es die Ansetzung der Relegationsspiele zwischen dem KSC und Erzgebirge Aue. Karlsruhe wird daher im Finale nur seine Reserve aufbieten.

Mit Verletzungssorgen gegen Karlsruhes B-Elf

Gegen den KSC II, der im Gegensatz zu den Pforzheimern abgestiegen ist, hatte der CfR in der Oberliga Baden-Württemberg zweimal gewonnen. Der Vorstand für den sportlichen Bereich beim CfR, Torsten Heinemann. weiß aber, dass der Gegner trotzdem schwer zu schlagen sein wird. „Es waren zwei sehr knappe Duelle in der Meisterschaft,“ erinnert er sich.

Auch wenn der KSC nicht seine A-Elf schickt, freuen sich die Pforzheimer Spieler dennoch sehr auf das Finale, schließlich, so Heinemann, gebe es im Fußball nichts größeres als ein Endspiel. Der Kader des CfR leide außerdem nach der langen Saison und sechs englischen Wochen in Folge sehr unter Verletzungen, sodass man gegen einen waschechten Drittligisten nur ungern gespielt hätte. 

Am liebsten gegen Gladbach

Bei den Zuschauern sei die Nachfrage für das Spiel im nahe gelegenen Nöttingen jedenfalls sehr groß. Für die Fans bietet der Verein auch einen Shuttle-Service aus dem Nöttinger Ortskern zum Stadion an. Einen noch größeren Zuschaueransturm dürfte es aber geben, wenn es dann im Sommer in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals geht, die Pforzheim bereits sicher hat. Neben den unvermeidlichen Bayern und den Vereinen aus der Region hätten Heinemann und der CfR dafür ein ganz besonderes Wunschlos: Borussia Mönchengladbach mit dem Pforzheimer Vincenzo Grifo hätte man am liebsten zu Gast.

Engagement für Inklusion

Aus den zu erwartenden Einnahmen könnte der CfR dann wieder in seine Infrastruktur investieren. Die ganze personelle Organisation des Vereins läuft nämlich ehrenamtlich. „Es ist sehr nobel, wie sich die ganzen Geschäftsleute die Zeit nehmen, im Verein zu helfen,“ sagt Heinemann. „Ich bewundere meine Kollegen im Vorstand, die das alles machen ohne einen Cent und oft auch ohne Dank zu bekommen. Dabei ist es enorm wichtig für die Stadt, was wir leisten.“  So hat der CfR Pforzheim eine der gelebtesten Inklusionsabteilungen in ganz Deutschland. 

Auch was vor dem Hintergrund des hohen Migrationsgrades in Pforzheim im Jugendbereich an Arbeit investiert und an Plattformen angeboten wird, werde von der Pforzheimer Bevölkerung und den Firmen kaum wahrgenommen. Vielleicht können ein Sieg im Landespokal und die Teilnahme an der ersten Hauptrunde im DFB-Pokal für die erhoffte Aufmerksamkeit sorgen.

Schon Mitglied beim offiziellen 3.Liga-Sponsor bwin? Jetzt anmelden & bis zu 100€ Willkommensbonus kassieren!