Karlsruher SC: Pole Position als Hemmschuh

Rolle des Gejagten für KSC noch ungewohnt

Vorsprung als Belastung: KSC-Abwehrspieler Daniel Gordon

Mit dem KSC vom Jäger zum Gejagten: Daniel Gordon © imago/sportfoto rudel

Für den Karlsruher SC ist die Pole Position im Endspurt um den Relegationsrang gegen den SV Wehen Wiesbaden offenbar nicht nur ein Vorteil. Nach der erfolgreichen Verteidigung ihres dritten Tabellenplatzes durch das 0:0 gegen den als Aufsteiger feststehenden SC Paderborn gestanden mehrere Spieler der Badener zumindest Probleme im Umgang mit der lange ungewohnten Rolle des Gejagten ein.

Jetzt gibt es wieder etwas zu verlieren. (KSC-Abwehrspieler Daniel Gordon)

Durch den Sprung in der Vorwoche auf Platz drei habe sich „die Erwartungshaltung geändert“, räumte Abwehrspieler Daniel Gordon im Fachmagazin Kicker (Heft 36 vom 30.04.2018) nach dem drittletzten Punktspiel der Saison ein und fügte hinzu: „Jetzt gibt es wieder etwas zu verlieren.“ Dadurch sei die Mannschaft trotz aller Vorteile ihrer momentan guten Ausgangsposition „mental absolut gefordert“.

Sprung in die Relegation schon Samstag möglich

Nach seiner monatelangen Aufholjagd geht der KSC mit einem Punkt Vorsprung auf Wiesbaden in die beiden letzten Liga-Runden. Im Idealfall für Karlsruhe können die Badener den Einzug in die Relegationsspiele gegen den Zweitliga-Drittletzten schon am kommenden Samstag perfekt machen, wenn das Team von Trainer Alois Schwartz beim VfR Aalen gewinnt und Wiesbaden gleichzeitig in Paderborn ohne Punkt bleibt.

Der steigende Druck und das Bewusstsein für die enge Tabellenkonstellation war gegen Paderborn auch für KSC-Kapitän David Pisot zu spüren. „Man hat gemerkt, dass es in den Köpfen war: nur keinen Treffer kassieren“, berichtete Pisot von seinen Eindrücken auf dem Platz.

Ungeachtet des um zwei Zähler geschmolzenen Polsters vor dem SVWW betonte Gordons Defensivkollege jedoch ausdrücklich die Position der Stärke seines Teams im Showdown um die Relegation: „Wir können alles selbst bestimmen im Kampf um den dritten Platz.“

Die erhaltene Chance auf die Teilnahme an Relegation aus eigener Kraft war auch für KSC-Coach Schwartz das Wichtigste an der Nullnummer gegen Paderborn. „Wir haben unsere Tabellenposition gefestigt“, meinte Schwartz schon kurz nach Spielschluss am Mikrofon mehrerer TV-Sender.

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