KFC Uerdingen: Debatte über Grotenburg

Heimspiele vorerst in Duisburg

Krefelds Grotenburg momentan mit begrenztem Spaßfaktor

Vorläufig geschlossen: Krefelds Grotenburg-Stadion © imago/Deutzmann

Nach dem Drittliga-Aufstieg des KFC Uerdingen hat in Krefeld eine Debatte über den Umgang mit dem momentan vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) nicht als Spielstätte zugelassenen Grotenburg-Stadion begonnen. Parallel zur geplanten Ad-hoc-Wiederherstellung der Spieltauglichkeit der 91 Jahre alten Arena wird in der Politik auch schon über einen Stadionneubau als Alternative zu einer ansonsten unvermeidlichen Sanierung des städtischen Stadions diskutiert.

Die Stadt wird alles tun, die Grotenburg drittliga-tauglich zu machen. (Krefelds OB Frank Meyer)

Die Stadtspitze zieht derzeit jedoch offenbar eine millionenschwere Sanierung vor. „Die Stadt wird alles tun, um die Grotenburg drittliga-tauglich zu machen“, zitierte die Rheinische Post Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer. Jahrelang sei die Pflege des Stadions auch aufgrund der sportlichen Bedeutungslosigkeit des KFC vernächlässigt worden, „aber jetzt ist der Punkt erreicht, wo auch die Stadt ihren Teil beiträgt“.

Duisburg vorerst Ersatzspielort

Aufgrund des Spielverbots in der Grotenburg trägt Uerdingen seine künftigen Drittliga-Heimspiele im wenige Kilometer entfernten Duisburg in der Schauinsland-Arena des Zweitligisten MSV aus. Wie lange die Krefelder auf diesen Ersatzspielort ausweichen müssen, ist unklar. Experten schätzen, dass die kurzfristige Instandsetzung des Krefelder Stadions mindestens die gesamte Hinrunde in Anspruch nehmen wird.

Für die anstehenden Sofortmaßnahmen hatte der Krefelder Stadtrat bereits im vergangenen April den Weg frei gemacht. Insgesamt werden zunächst 1,07 Millionen Euro investiert, um dem KFC bald wieder eine sportliche Heimat zu bieten.

Eine dauerhafte Drittliga-Tauglichkeit der nach dem Bundesliga-Abstieg des KFC zunehmend verwitterten Grotenburg wird derzeitigen Plänen zufolge allerdings deutlich teurer. Momentan werden alleine für Basisumbauarbeiten in den Bereichen Elektrik, Beleuchtung und anderen grundlegenden Einrichtungen über neun Millionen Euro veranschlagt.

Aufgrund der angespannten Kassenlage der Stadt indes erinnern sich Lokalpolitiker inzwischen auch wieder an den Vorschlag eines niederländischen Investors von 2013 zum kostenlosen Bau einer neun Arena als Gegenleistung für die ebenfalls kostenlose Bereitstellung einer Fläche für die Errichtung eines Gewerbeparks. Mit Blick auf die weiteren Ambitionen des KFC auf einen späteren Zweitliga-Aufstieg, der zusätzliche Investitionen in die Grotenburg erforderlich machen würde, sehen Krefelder Stadträte einen Neubau perspektivisch als sinnvollere Lösung an.

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