KFC Uerdingen: Der Kaderumbau schreitet voran

Bislang nur junge Neuzugänge

Autor: Christoph Volk Veröffentlicht: Montag, 27.07.2020 | 09:27
Stefan Krämer an der Seitenlinie.

Auf KFC-Trainer Stefan Krämer wartet noch jede Menge Arbeit. ©imago images/Revierfoto

An Ambitionen mangelt es dem KFC Uerdingen bekanntlich nicht. Dem Aufstieg in die Regionalliga 2017 folgte der direkte Durchmarsch in die 3. Liga, die nur eine Zwischenetappe auf dem Weg in die 2. Bundesliga darstellen sollte. Die Realität war jedoch eine andere, nach den Endplatzierungen elf und 13 gehen die Krefelder nun in Ihr drittes Jahr in Liga drei.

Erneut unter Trainer Stefan Krämer, der noch zu Regionalligazeiten übernahm, den Aufstieg bewerkstelligte und in der folgenden Saison gehen musste. Seit Mitte März ist der gebürtige Mainzer nun erneut für den KFC verantwortlich und mit dem Kaderumbau beschäftigt, den er selbst vor einigen Wochen ankündigte.

Abkehr vom bisherigen Muster

Acht Spieler haben Uerdingen bereits verlassen, auch die Leihspieler Franck Evina, Boubacar Barry und Jean Manuel Mbom werden nicht in die Seidenstadt zurückkehren. Dem gegenüber stehen drei externe Neuzugänge, die nicht so recht in das Beuteschema vergangener Spielzeiten beim KFC passen wollen.

Wurde da vor allem auf große Namen und höherklassige Erfahrung gesetzt – häufig gab es diese Mischung nur in Kombination mit fortgeschrittenem Alter der Kicker – ist keiner der drei Neuzugänge in diesem Sommer 23 Jahre oder älter.

Omar Haktab Traoré und Fridolin Wagner (beide 22) wurden durch Leon Schneider ergänzt. Den 20-jährigen Defensiv-Allrounder lieh der KFC für die kommende Spielzeit vom 1. FC Köln aus. Da von den acht Abgängen lediglich Patrick Pflücke jünger als 25 Jahre ist, dürfte der Altersschnitt deutlich sinken.

Konsequenz oder Rückfall?

Mit Schneider – so lässt es das Zitat von Geschäftsführer Nikolas Weinhart, er sei „ein absoluter Tempospieler“, durchblicken – scheint Uerdingen auch ein weiteres Problem der Vorsaison anzugehen: Da wirkte der KFC oftmals behäbig, Geschwindigkeit wurde im Spielaufbau häufig vergeblich gesucht.

Der Kaderumbau ist allerdings noch lange nicht beendet. 15 Spieler stehen aktuell für die Spielzeit 2020/21 unter Vertrag. Es bleibt also abzuwarten, ob der KFC auch weiterhin den Umbruch nutzt, um seinen Altersschnitt zu senken, oder ob er doch in alte Muster verfällt und großen Namen den Vorzug gibt.