KFC Uerdingen: Kritik an den eigenen Fans

Kein Verständnis für Proteste im Münster-Spiel

Nikolas Weinhart (l.) und Mikhail Ponomarev verfolgen das Heimspiel gegen Münster.

Gehen nach dem Protest der Fans gegen Münster in die Offensive: Nicolas Weinhart (l.) und Mikhail Ponomarev. ©Imago/Revierfoto

Die erste Halbzeit im Heimspiel Uerdingens gegen Münster wurde von einem gellenden Pfeifkonzert begleitet. Damit äußerten die Fans des KFC ihren Unmut zu Montagsspielen. Am Tag danach hat sich der Klub zu den Protesten geäußert.

„Gestern haben wir gesehen, wie schwierig die ersten 15 Minuten für unser Team waren. Dabei sind wir gerade jetzt in einer entscheidenden Phase und können mit einem Aufstieg in die 2. Liga gemeinsam eine einmalige Geschichte schreiben.

Das sind aus unserer Sicht keine echten Fans. (über den Protest gegen Münster)

Wir werden nicht akzeptieren, dass einzelne Personen uns das kaputt machen und sich mit solchen Aktionen gegen die Mannschaft stellen. Das sind aus unserer Sicht keine echten Fans“, fällt der Klub ein hartes Urteil über Teile seiner Anhänger.

Zum generellen Nutzen von Montagsspielen vertritt der Klub ebenfalls eine klare Meinung: „Dabei geht es nicht nur um die große mediale Aufmerksamkeit, die diese Spiele mit sich bringen, und die jedem Verein guttut, sondern auch um viel Geld.

Spiele, die an Werktagen angesetzt werden, gibt es auch in der Kreisliga. (über Montagsspiele)

Die 3. Liga finanziert sich zu einem Großteil aus den Geldern der Übertragungen von Magenta Sport – und diese sehen nun einmal konkrete Sendepläne vor. Hier geht es um insgesamt 800.000 Euro. Warum will man sich dagegenstellen? Es kann nicht sein, dass es das Selbstverständnis gibt, dass ein Investor und einzelne Sponsoren den Verein komplett finanzieren.

Spiele, die an Werktagen angesetzt werden, gibt es auch in der Kreisliga. Und will man wirklich nur samstags spielen und jedes Wochenende mit der Bundesliga und Vereinen in der Region wie Borussia Mönchengladbach, Fortuna Düsseldorf, Borussia Dortmund und Schalke konkurrieren?“

Proteste in Osnabrück stoßen sauer auf

Auch das Gastspiel des KFC in Osnabrück Anfang November, ebenfalls ein Montag, griff Uerdingen in seinem Statement auf: „Das Stadion war voll, beste Fußballatmosphäre garantiert. Gerade hier hätten wir jede Unterstützung gebrauchen können.

Doch stattdessen haben sich einige Fans lieber darauf konzentriert, in unmittelbarer Nähe zu unserem Torwart ein gellendes Pfeifkonzert loszulassen. Wie kann es sein, dass diesen Leuten der Protest gegen den DFB wichtiger ist, als die Unterstützung der eigenen Mannschaft?“

Gelingt der Schulterschluss mit den Fans?

„Wir wollen keinen Konflikt mit Gruppierungen, aber wir können auch nicht zulassen, dass unsere Gemeinschaft kaputt geht und unser Erfolg auf diese Weise gefährdet wird. Wer keine Lust auf ein Montagsspiel hat, wird sicher nicht gezwungen, an diesen Tagen ins Stadion zu kommen.

Und alle anderen Fans rufen wir dazu auf, uns vor Ort lautstark zu unterstützen“, endet die Mitteilung mit einem versöhnlichen Aufruf. Wie dieser bei den Fans ankommt, dürfte sich spätestens beim Auswärtsspiel in Halle am Freitag zeigen. Eine Woche später empfängt der KFC den KSC zum Heimspiel.

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