KFC Uerdingen: Re-Start unter Krämer gelingt

Trainer dreht an den richtigen Stellschrauben

Autor: Andreas Breitenberger Veröffentlicht: Sonntag, 31.05.2020 | 08:10

Osayamen Osawe beim KFC Uerdingen

Brachte den KFC mit 1:0 in Front: Osayamen Osawe. ©Imago images/Brauer-Fotoagentur

Am 10. März gab der KFC Uerdingen bekannt, dass Aufstiegstrainer Stefan Krämer zurückkehrt. Der Fußballlehrer musste sich aber in Geduld üben: Bedingt durch Corona stand er erst zweieinhalb Monate später das erste Mal wieder an der Seitenlinie. Dies war jedoch von Erfolg gekrönt: Mit 2:1 gewann der KFC sein Auswärtsspiel am gestrigen Samstag in Mannheim.

Zwar liegen die Uerdinger immer noch auf Rang elf, durch die Ausgeglichenheit in Liga drei beträgt der Abstand auf den Tabellendritten SV Waldhof nurmehr zwei Punkte. Krämer selbst wollte den Erfolg in Mannheim nicht überbewerten, sprach mit Understatement am WDR-Mikrofon von einem "vernünftigen Niveau", das angesichts der holprigen Vorbereitung nicht unbedingt zu erwarten gewesen wäre.

Mit Fußball hätte sein zweites Engagement beim KFC anfangs nicht viel zu tun gehabt, so Krämer weiter, stattdessen: "Viel Video, viel telefonieren." Scheinbar erwuchsen daraus aber die richtigen Maßnahmen.

Vollath kehrt zurück

Im Tor fiel sofort die Berücksichtigung von Routinier René Vollath auf. Zwar fehlte Stammkeeper Lukas Königshofer verletzt, vor Krämer war Vollath allerdings in der internen Rangliste weit nach hinten gerückt und stand nicht einmal in Kader. Gegen Mannheim legte er einen soliden Kaltstart hin.

Auch das Mittelfeld strukturierte Krämer um. Ibrahimaj agierte etwas offensiver, mit zwei "Achtern" hinter ihm: Dem wiedergenesenen Jean Manuel Mbom sowie Dennis Daube, der größtenteils verletzungsbedingt bisher wenig Einsatzzeit sammelte und gegen den Waldhof bereits in der Halbzeit für Christian Kinsombi weichen musste: Taktisch stellte der KFC auf ein klassisches 4-4-2 um, verteidigte konzentrierter, was Krämer auf der Pressekonferenz nach dem Spiel zufrieden zurückließ: "Unter dem Strich glaube ich, dass wir es verdient gewonnen haben."

Weiter geht es für den KFC am Dienstag beim SV Meppen, wo es noch Verbesserungspotential gibt. Speziell die Chancenverwertung hat Krämer in dieser Hinsicht ausgemacht. Verzichten muss er dann auf Boubacar Barry, der gegen den Waldhof seine fünfte gelbe Karte sah. Kevin Großkreutz oder Alexander Bittroff, der seine Gelbsperre nun abgesessen hat, sind Alternativen.

Das Restprogramm des KFC Uerdingen